Ost-Duell am Samstagabend in Dresden – Tabellenführer Science City Jena zu Gast bei den Titans
Ein Ziel, das kosmopolitisch geprägte Touristen bei einem Besuch im Freistaat Sachsen definitiv auf dem Schirm haben sollten, wartet am Samstagabend auf Science City Jena sowie zahlreiche Fans, die ihr Team nach Dresden begleiten werden. Die Thüringer gastieren am 29. März um 18.00 Uhr in der Margon Arena und treffen mit den Titans auf einen Gastgeber, der um seinen finalen Playoff-Strohhalm kämpft.
Alle Fans von Science City Jena, die nicht mit in Dresden vor Ort sein werden, können wie gewohnt den Auftritt des Teams auf Sportdeutschland TV verfolgen. Die Gastgeber starten hier am Samstagabend um 17.45 Uhr in ihre Liveübertragung.
Obwohl der ProA-Tabellenführer aus Thüringen weder Zeit noch Auge für Historie und Schönheit von Elbflorenz haben wird, freut sich die Mannschaft auf die Reise zum Tabellenelften. Schließlich fahren neben zwei Fanbussen auch genügend individuell reisende Anhänger mit, um das Harmsen-Team zu unterstützen. Der Support wird ganz sicher auch nötig sein, nachdem Science City Jena voraussichtlich auf vier angeschlagene und verletzte Akteure verzichten muss.
„Wir spielen bei einer offensivstarken Mannschaft, die mit einer sehr guten Ballbewegung überzeugt und die meisten Assists der Liga spielt. Im Duell der Hinrunde konnten wir Dresden vor allem im ersten Viertel sehr gut kontrollieren. Dennoch sind und bleiben die Titans eine sehr gefährliche Mannschaft. Wir werden hochkonzentriert in das Spiel gehen müssen und dürfen uns, sowohl defensiv als auch offensiv, nur wenig Fehler erlauben, da die Titans gern mit viel Tempo spielen wollen. Im ersten Aufeinandertreffen hatten wir uns lediglich neun Ballverluste erlaubt. Einmai mehr werden auch die Rebounds eine wichtige Rolle für uns spielen, da wir aktuell ein paar mehr Verletzungsprobleme haben. Neben den drei zuletzt ausgefallen Jungs wird voraussichtlich auch Raymar Morgan pausieren müssen. Das entscheidet sich aber, ebenso wie bei Tyler, erst unmittelbar vor dem Spiel. Lorenz wird, wie Robin Lodders auch weiterhin fehlen“, so Björn Harmsen vor dem Duell.
Auf der anderen Seite der Mannschaftsbänke wartet ein Kontrahent, der zwar noch in Richtung Playoff-Viertelfinale schielen kann, am letzten Wochenende in Tübingen wohl aber das vorentscheidende Vier-Punkte-Spiel bei den Tigers in Tübingen hauchdünn mit 88:89 verlor. Speziell die verheerende Freiwurfquote von 47 Prozent (15/32) wurde den Titans in der Paul Horn-Arena zum Verhängnis und so müsste schon ein Überraschungssieg gegen den seit 16 Spieltagen ungeschlagenen Tabellenführer her, um sich die minimale Chance auf Platz 8 und ein Wiedersehen mit Jena in den Playoffs zu erhalten. Die Mannschaft des ehemaligen Jenaer Sportgymnasiasten Fabian Strauß war zunächst eher mäßig in das Spieljahr gestartet, hatte allerdings fast durchgängig mit Verletzungssorgen und Ausfällen zu kämpfen. Mit etwas Abstand zum Jahreswechsel kamen die Titans dann allerdings besser in Fahrt.
Zwar eröffnete ausgerechnet Jenas deutlicher 101:78-Hinrundensieg das Basketball-Jahr 2025 für die Sachsen, bevor die Elbestädter ab Ende Januar den Blinker auf die Überholspur setzen konnten. Mit einer zwischenzeitlich erfolgreichen 7:2-Serie siegte sich das Strauß-Team wieder in Schlagdistanz zum oberen Tabellendrittel. Bei noch fünf zu absolvierenden Spieltagen der regulären Saison sind es aktuell zwar nur vier Punkte Rückstand auf Tübingen, allerdings ohne direkten Vergleich. Wenn Dresden also noch auf den Zug in Richtung Playoffs aufspringen will, sind die Sachsen am Samstagabend zu gewinnen verdammt, was aus Jenaer Sicht jedoch definitiv nicht als Aufforderung verstanden werden sollte.


