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Bewegung macht schlau - Schulunterricht spielerisch lernen mit SPORT VERNETZT

Seit über zweieinhalb Jahren gehört SPORT VERNETZT nun schon zum festen Bestandteil der Jenaer Sportlandschaft, um Kindern bis ins Grundschulalter Bewegungsangebote zu ermöglichen. Neben zahlreichen bereits bestehenden Kooperationen mit Kindertagesstätten und Schulen konnte die Initiative Ende November eine erfolgreiche Premiere feiern. Das unter dem Motto „Bewegung macht schlau“ stehende Pilotprojekt soll und wird nach dem ausnahmslos positiven Feedback fortgesetzt werden. Die Schillerschule in Winzerla, speziell die dazugehörige Sporthalle, erwies sich als perfekter Gastgeber für den Workshop „Lernen braucht Bewegung“, der am Dienstag der letzten Woche von 35 Sportlehrern und Sozialarbeitern angenommen wurde. Pädagogen aus neun Jenaer Schulen und sozialen Trägern waren der Einladung gefolgt und zeigten sich überaus interessiert.

 

„Am Ende waren es deutlich mehr als die vorab fünf angemeldeten Schulen, was mich für unsere Initiative, die Schulen und die Idee hinter „Lernen braucht Bewegung“ ganz besonders freut. Es gab nach dem Workshop eine Auswertung, die auf ein gleichermaßen breites wie positives Echo gestoßen ist“, so Friederike Fischer, als Leiterin von SPORT VERNETZT.

 

Über 250 Schüler hatten an der fünftägigen Bewegungswoche teilgenommen, nutzten die Möglichkeit, ihren sonst regulären Unterricht aus dem Klassenraum in die Schulsporthalle zu verlagern. Egal ob Mathe, Deutsch oder andere Fächer, in Kombination mit Sport und Bewegung lernt es sich einfacher. Dieses Konzept stand am Dienstag mit Diplom-Sportwissenschaftler Sven Bresemann im Fokus, der sich als Referent mit unterschiedlichen Klassenstufen der praktischen Umsetzung dieser Herangehensweise widmete.

 

Nach den Mathematik- und Deutschstunden in der Halle erläuterte der gebürtige Berliner noch einmal den Ansatz „Normalerweise finden Unterrichtsstunden in Klassenräumen statt. Für uns steht die Förderung der motorischen Entwicklung und die Gesundheit von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen im Fokus. Deshalb verlagern wir diese Zeit nach dem Motto 'Lernen braucht Bewegung' in der Sporthalle. Wir hatten zu unserem Workshop zunächst einen Impulsvortrag für die teilnehmenden Pädagogen durchgeführt und konnten den praktischen Teil anschließend erfolgreich mit den Schülern umsetzen. Nach der Auswertung mit den Lehrkräften endete der Dienstag mit einer Informationsveranstaltung für die Eltern, um diese Idee noch einmal zusammenfassen. Es war eine sehr gute Veranstaltung für die Kids und die Lehrer“, so Sven Bresemann abschließend.

 

Ein ganz ähnliches Fazit konnte Friederike Fischer von SPORT VERNETZT ziehen. „Wenn man zahlreiche Anfragen nach einer Wiederholung in anderen Schulen bekommt, ist dies ein sehr ausdrucksfähiges Feedback. Neben dem Workshop am Dienstag wurde die gesamte Woche von den Lehrern und Kindern sehr gut angenommen. Es gab großen Andrang, mit dem ich so nie gerechnet hätte. Lediglich die Informationsveranstaltung für die Eltern hat etwas Luft nach oben gelassen “, so Fischer.

 

„Wir arbeiten mit Science City Jena und Friederike Fischer von SPORT VERNETZT jetzt schon einige Jahre zusammen. Vor dem Hintergrund, motorische Kompetenzen in einem jungen Alter weiterzuentwickeln ergab sich vor kurzem die Gelegenheit, Herrn Bresemann als Referenten für unsere Bewegungswoche einzuladen und dies auch als Lehrerfortbildung über den Stadtsportbund anzubieten“, sagte Verena Wagner als Leiterin der Schillerschule. „Primär geht es darum, Bewegung in den Unterricht mit einzubeziehen und da ist dieser Workshop eine sehr gute Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und mitzunehmen“, so Verena Wagner.

 

SPORT VERNETZT ist eine Initiative der Auridis Stiftung und von ALBA BERLIN, die deutschlandweit gemeinsam mit Sportvereinen und anderen Treiberorganisationen an einer sozialraumorientierten Sportidee arbeitet. Science City Jena kooperiert im Rahmen dieses Projektes mit ALBA BERLIN und ist sowohl in Lobeda-West und Lobeda-Ost als auch in Jena-Winzerla aktiv. Sie haben Fragen zu diesem Projekt? Gern können Sie sich per Mail an Friederike Fischer  wenden.

 

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