Elfter Sieg im 12. Spiel – Science City Jena gelingt wertvoller Auswärtserfolg in der Artland Arena
Die Erfolgsserie von Science City Jena hält auch nach dem Auswärtsspiel bei den Artland Dragons. Das Team von Björn Harmsen bezwang die niedersächsischen Gastgeber am Samstagabend vor 1.800 Zuschauern mit 84:73 und verteidigt seine Tabellenführung in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Nach 12 Spieltagen rangieren die Saalestädter mit einer erfreulich positiven 11:1-Bilanz auf dem Platz an der Sonne, gefolgt von den Knights aus Kirchheim und dem VfL Bochum (beide 9:3).
Ohne Kristofer Krause (mehrwöchige Pause aufgrund seiner Schulterverletzung gegen Crailsheim) und Stephan Haukohl (Trainingsrückstand nach Rückenproblemen) auflaufend, benötigten die Thüringer in der gewohnheitsgemäß schwer einzunehmenden Artland Arena einen Energieschub im Schlussviertel, um ihren sechsten Siege in Folge einzufahren. Neben Zach Cooks, der mit 24 Punkten zum Topscorer avancierte, konnten sich vier weitere Akteure mit dem Turm im Logo durch ein zweistelliges Scoring auszeichnen.
Während das Duell zunächst mit Vorteilen für die Gäste begann, die ihre stabile Führung bis ins zweite Viertel konservierten, kippte die Begegnung noch vor der Halbzeit zu Gunsten der Artland Dragons. Neben 13 eigenen Ballverlusten und einer offensiv eher mageren Ausbeute von lediglich 12 Punkten haderten die Thüringer in diser Phase auch immer wieder mit einigen folgenlosen Schrittfehlern sowie unterschiedliche Beurteilungen von Kontakten (9:15 Fouls zur Halbzeit). Die Niedersachsen nutztendas Momentum, um sich mit einer 42:36-Führung in die Pausenkabine zu verabschieden. Nach dem Start in die zweite Hälfte gelang Science City Jena der gleichermaßen wichtige wie erfolgreiche Turnaround. Zunächst konnte Lorenz Bank via Korbleger zum zwischenzeitlichen 49:50 (26.) die Führung für die Thüringer zurückerobern, bevor Alex Herrera mit einem 3-Punkte-Spiel zum 57:59 den Schlussakkord des Viertels setzte.
Der finale Abschnitt entwickelte sich unterdessen zu einem fast zehnminütigen Tauziehen, bis die endgültige Entscheidung fallen sollte. Trotz verbissen kämpfender Hausherren widerstand Science City Jena allen Anläufen einer Quakenbrücker Aufholjagd und konterte auch den 73:76-Anschluss von Buzz Anthony (39.) nervenstark durch einem Dreier von Robin Christen zum 73:79. Der Crowd Pleaser des Jenaer Flügelspielers hatte letztendlich vorentscheidenden Charakter, bevor die am Ende auf der Anzeigetafel leuchtende Differenz von elf Punkten den bis dahin knappen Spielverlauf etwas verfälschte.
Björn Harmsen (Headcoach Science City Jena): „Es war das erwartete schwere Duell in dieser Halle. Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet, haben nach einer Quakenbrücker Auszeit trotz der Physis des Gegners aber selbst ziemlich schnell Foulprobleme bekommen. Unser ursprüngliches Ziel war es, aufgrund des Ausfalls von Krissi Krause, etwas passiver zu verteidigen. In dieser Phase war es wichtig, dass wir uns adaptieren, nicht von der Spielweise des Gegners aus dem Konzept bringen lassen und den Fokus bewahren. Das haben wir in der Halbzeitpause auch noch einmal thematisiert, bevor wir die zweite Hälfte relativ gut unter Kontrolle bringen konnten. Im Schlussviertel wurde es aufgrund der sich erneut häufenden Fouls noch einmal kritisch, aber in den Schlüsselmomenten haben wir aber die richtigen Entscheidungen getroffen und verdient gewonnen.“
Zach Cooks (Topscorer Science City Jena): „Das war ein guter Schritt in die richtige Richtung, ein verdienter Sieg und der nächste Erfolg in einer fremden, keineswegs einfach zu spielenden Halle. Wir mussten uns in diesem toughen Duell vor einer guten Atmosphäre behaupten und das ist uns nach einem engen Verlauf letztendlich auch gelungen. Jeder einzelner der Jungs hat seinen wichtigen Beitrag geleistet. Beim Blick auf die Tabelle ist gerade erst einmal nur der Sieg wichtig. Wir müssen weiterhin von Spiel zu Spiel denken, um unsere Position zu behaupten. Am nächsten Wochenende wartet in Bochum die nächste Bewährungsprobe auf uns. Auch wenn wir aktuell nicht vollzählig auflaufen können, werden wir erneut Wege finden müssen, um ohne die verletzten Jungs zu gewinnen.“
Lorenz Bank (Flügelspieler Science City Jena): „Wir haben dieses schwere Spiel in Quakenbrück dank einer starken Teamleistung gewonnen. Trotz unseres erfolgreichen Starts ist es den Dragons gelungen, sich über ihre Physis zurückzukämpfen. In der zweiten Hälfte verlief die Begegnung länger ausgeglichen, bevor wir uns in der entscheidenden Phase absetzen und einen verdienten Auswärtssieg nach Hause mitnehmen konnten.“
Während sich das Harmsen-Team nach einem Dreier von Lorenz Bank früh und energisch auf 4:14 (4.) abgesetzt hatte, schmolz dieser Vorsprung bis zur ersten Viertelpause wieder bis auf 19:24. Analog des Startabschnitts blieben die Thüringer in den anschließenden Minuten allerdings auch weiterhin das spielbestimmende Team. Bis zum zwischenzeitlichen Stand von 25:34 (14., Robin Christen) hatten die Gäste ihren komfortablen Vorsprung konserviert, bevor das Duell eine erste Wendung nahm. Bis zur 17. Minute hatten die Artland Dragons das Momentum zahlreicher Pfiffe gegen die Saalestädter genutzt, um das Duell im Verlauf eines 13:0-Lauf erstmalig auf 38:34 (Brandon Thomas) in ihre Richtung zu kippen. Nachdem die Thüringer in dieser Phase kurzzeitig ihren Rhythmus verloren hatten, kam die Halbzeitpause beim Stand von 42:36 zur richtigen Zeit.
Mit Beginn des dritten Viertels legten die Dragons zunächst erfolgreich nach und enteilten nach einen Dreier von Joanic Grüttner Bacoul bis auf 47:38 (22.), bevor Björn Harmsen direkt im Anschluss die taktische Notbremse zog – Auszeit. Es waren ganz offensichtlich die richtigen Worte zur passenden Zeit, denn fortan bestimmte wieder Science City Jena das Geschehen auf dem Parkett. Innerhalb weniger Minuten hatten die Thüringer über 47:46 (24., Rasheed Moore FTs) auf 49:50 (26., Lorenz Bank) gekontert, um letztendlich mit einer 57:59-Führung in das Schlussviertel zu starten. In den verbleibenden zehn Minuten mühten sich Gastgeber zwar redlich, um der Partie einen erneuten Richtungswechsel zu geben, scheiterten jedoch an einem fokussiert agierenden Tabellenführer, der mit einem Dreier von Robin Christen 65 Sekunden vor Ultimo den entscheidenden Nadelstich setzte.
Punktverteilung: Cooks 24, Christen 15, Carter 13, Bank 11, Moore 10, Herrera 7, Morgan 4, Lodders, Falkenthal, Lang
Spielfilm: 1. Viertel 19:24 – 2. Viertel 42:36 – 3. Viertel 57:59 – 4. Viertel 73:84
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