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Yesssssssssss – Science City Jena feiert mit 87:83-Erfolg in Heidelberg den ersten Saisonsieg in der easyCredit BBL

Science City Jena ist in der Erstklassigkeit angekommen. Das Team von Trainer Björn Harmsen gewann am 2. Spieltag der easyCredit BBL beim letztjährigen Playoff-Halbfinalisten der MLP Academics Heidelberg mit 87:83 und bucht die beiden ersten Pluspunkte auf dem Saisonkonto. Die Saalestädter bezwangen den Gastgeber aus Baden-Württemberg vor 4.011 Zuschauern im Heidelberger SNP Dome nach einer hart umkämpften Nervenschlacht letztendlich verdient und können somit etwas entspannter auf den am Sonntag wartenden Heimspielauftakt gegen ALBA Berlin blicken. Hier gibt es (noch) Tickets

 

Während die Hausherren vom Neckar mit DJ Horn (Zehenverletzung) auf einen ihrer Schlüsselspieler verzichten mussten, konnte Science City Jena nach den beiden Pflichtspielen bei den HAKRO Merlins Crailsheim (BBL Pokal, 85:77) und beim Meister des FC Bayern Basketball (77:93) erstmalig in Bestbesetzung auflaufen. Der bis zuletzt aufgrund einer Bänderverletzung fehlende Flügel Joe Wieskamp feierte am heutigen Abend mit 11 Punkten und sieben Rebounds ein durchaus bemerkenswertes Pflichtspiel-Debüt im Jenaer Trikot.

 

Nachdem sich keine der beiden Mannschaften in dem konstant eng verlaufenden Duell nennenswert absetzen konnte, avancierte Topscorer Keith Braxton mit 13 Punkten (von insgesamt 23) im Schlussviertel zum Wegbereiter des so wichtigen ersten Saisonerfolges. Insgesamt präsentierten sich die Thüringer während der 40 umkämpften Minuten jedoch als mannschaftlich geschlossene EInheit und hinterließen einen positiven Eindruck, der viel Lust auf die kommenden Wochen macht. 

 


Björn Harmsen (Headcoach Science City Jena): „Für uns war es bei diesem Saisonstart wichtig, früh ein Erfolgserlebnis zu feiern. Wir sind offensiv gut reingekommen und haben in der zweiten Halbzeit deutlich besser verteidigt. Am Ende haben wir nach dem High Scoring Game der ersten Hälfte nach der Pause nur 35 Punkte zugelassen und so den Grundstein zum Sieg legen können. Wir haben jetzt trotz einiger personeller Probleme zwei aus drei Spielen gewonnen. Das ist hinsichtlich des Auftaktspielplans ein enorm guter Start für uns. Natürlich war es wichtig, dass Joe wieder dabei sein konnte. Er hat uns mit seiner Qualität und Erfahrung in den bisherigen Duelle schon sehr gefehlt und nach nur einer einzigen Trainingseinheit überzeugt. So mussten wir keinen unserer Jungs übermäßig lange spielen lassen, sodass wir am Sonntag auch noch einmal mit voller Energie auflaufen werden.“ 

 

Eric Washington (Kapitän Science City Jena): „Ein großartiger Mannschaftssieg. Wir haben im entscheidenden Moment die nötige Toughness bewiesen und sind gut mit dem Druck umgeganen. Heidelberg ist eine starke Mannschaft. Die Stimmung war großartig. Ich freue mich schon auf unser erstes Heimspiel am Sonntag.“

 

Keith Braxton (Topscorer): „Wir konnten unseren ersten Saisonsieg in der BBL einfahren und der geht auf das gesamte Team. Wir haben 40 Minuten lang hart gefightet und sind zusammen geblieben. Ein Auswärtsspiel zu gewinnen ist nie einfach. Ich bin stolz darauf, wie wir gekämpft und einen Weg gefunden haben, diesen Sieg mitzunehmen.“ 

 


„Es ist vollbracht.“ Das Zitat von Gandalf im letzten Teil der Herr-der-Ringe-Trilogie traf am 02. Oktober auch auf Science City Jena zu. Zwar musste niemand einen Ring in der Lava des Schicksalsberges versenken, sondern ausnahmslos Körbe, aber auch das war im Heidelberger SNP Dome keineswegs einfach. In einer Partie, die von Beginn von Kampf und Spannung sowie Ballverlusten und Offensiv-Rebounds lebte, setzte sich am Ende der BBL-Aufsteiger aus Thüringen durch, verdientermaßen.

 

Beide Mannschaften hatten sich praktisch über das gesamte Spiel einen engen Schlagabtausch geliefert, in dessen Verlauf deutlichere Führungen ausblieben, von zweistelligen Vorsprüngen ganz zu schweigen. Das Maximum des Donnerstagabends - auf beiden Seiten - blieben sieben Punkte. Dabei hatten die Gäste aus Thüringen diese Differenz nach Keith Braxtons 3er zum 4:11 (3.) bereits im Auftaktviertel erreicht, bevor Heidelberg beim zwischenzeitlichen 30:23 (11., Kevin McClain, 3er) konterte.

 

Der Rest der Partie hangelte sich über elf Führungswechsel sowie acht ausgeglichene Zwischenstände über die durchaus unterhaltsamen Minuten und als es darauf ankam, war Science City Jena trotz des dritten Auswärtsspiels innerhalb von neun Tagen hellwach. Während es Heidelbergs Center Marcel Keßen 24.3 Sekunden vor dem Ende des dritten Abschnitts gelungen war, die Baden-Württemberger mit seinem Korb zum 68:66 in Front zu bringen, ahnte noch keiner der anwesenden Fans, dass dies die letzte Führung der Academics bleiben sollte. Noch vor der letzten Viertelpause, mit dem Wimpernschlag von 1.7 Sekunden Restspielzeit, hatte Jenas Big Man Great Osobor Wasser in Heidelbergs Wein gekippt und den Score via Dreier auf 68:69 gedreht. Es war letztendlich der finale Führungswechsel dieser Partie, nachdem Science City den Vorsprung in der verbleibenden Crunchtime mit einem Mix aus Qualität, Cleverness und Defense konservierte.

 

Primär durch Keith Braxton, Great Osobor und Eric Washington angeführt, bewahrte das Harmsen-Team trotz zahlreicher Heidelberger Comeback-Versuche in den letzten zehn Minuten die Ruhe. Ob nach dem zwischenzeitlichen 71:72 (33., Michael Weathers) oder beim Stand von 81:83 (37., Michael Flowers), hielt Jenas Defensiv-Abteilung stand, bevor Keith Braxton 12 Sekunden vor Ultimo mit seinem Korb zum 83:87 für ein Two Possession Game und damit den endgültigen Neckbreaker sorgte. Science City Jena hatte den Gastgebern während der zweiten Hälfte lediglich 35 Punkte gestattet, wenn auch selbst nur 38 erzielt. In einem so knappen Duell war es nach der stark offensiv geprägten ersten Halbzeit (49:49) dann aber die Verteidigung, die den Ausschlag gab.

 


Punkteverteilung: Braxton 23, Osobor 19, Wieskamp 11, Washington 11, Dunn-Martin 8, Christen 8, Bank 5, Bohannon 2, Herrera, Carter, Krause

 

Spielfilm: 1. Viertel 25:21 – 2. Viertel 49:49 – 3. Viertel 68:69 – 4. Viertel 83:87

 

Kompletter Boxscore

 

Die Highlights im Dyn-Video

 

 

 

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