Westfalen wartet auf den Tabellenführer – Herausforderndes Jenaer Comeback nach dem FIBA-Break
Nachdem der Alltag in den beiden letzten Wochen minimal entspannter in Burgau verlief, steht für ProA-Tabellenführer Science City Jena am Samstagabend die Rückkehr aus der Länderspielpause unmittelbar bevor. Das Team um Kapitän Chris Carter gastiert am 01. März um 19.30 Uhr in der Sporthalle am Berg Fidel bei den Uni Baskets in Münster, der vorherigen Station von Jenas Cheftrainer Björn Harmsen.
Von über 100 Auswärtsfans in der diesjährigen EAG-Fanfahrt nach Westfalen begleitet sowie live vor Ort supportet, haben alle Zuhausegebliebenen wie gewohnt die Gelegenheit, den Auftritt der Thüringer auf Sportdeutschland TV zu verfolgen. Die Gastgeber starten am 01.März um 19.10 Uhr in ihre Liveübertragung.
Während das Harmsen-Team personell doch eher stärker gehandicapt nach Westfalen aufbricht, neben Tyler Nelson ebenfalls mit den Ausfällen von Rasheed Moore (muskuläre Probleme) sowie Robin Lodders (Leistenprobleme) rechnen muss, hängen in der Halle am Berg Fidel die Trauben höher als gewöhnlich. Dafür genügt ein kurzer Blick auf das Duell der Hinrunde, in dem Science City Jena letztendlich zwar mit 87:83 gewann, zuvor jedoch ein emotionales und atemberaubendes Comeback hinlegen musste, um doch noch als Sieger vom Parkett zu gehen. Straffe 19 Punkte Rückstand (46:65) hatten die Saalestädter im Verlauf ihrer Aufholjagd kompensieren müssen, bevor der viel umjubelte Heimsieg auf dem Parkett der Sparkassen-Arena tatsächlich in Beton gegossen war.
„Wir gastieren bei einem sehr starken und athletischen Gegner, der uns schon im Hinspiel gezeigt hat, wie gefährlich er ist. Münster verfügt mit Nicholas Stampley über den besten Rebounder der Liga, mit Adam Touray über einen der schnellsten Center und besten Pick-and-Roll-Spieler der ProA. Zudem haben sie mit Jawara, der in den letzten drei Spielen im Schnitt über 20 Punkte erzielt hat, einen unglaublich guten Scorer im Team. Diese Faktoren in Kombination mit sehr guten Rollenspielern, einem sehr guten Coach und einer tolle Heimkulisse werden es uns schwermachen wollen, die Punkte mitzunehmen. Es wird für uns definitiv ein sehr schweres Spiel“, prognostiziert Jenas Cheftrainer vor der Partie gegen sein Ex-Team. „Wir müssen sehr fokussiert reingehen, von Anfang an die Physis des Gegners annehmen, müssen vor allem aber auch deutlich besser ins Spiel finden, als in der Hinrunde. Personell sieht es bei uns so aus, dass Robin Lodders mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auflaufen kann und wir auch bei Rasheed und Tyler von einem Ausfall ausgehen müssen. Ansonsten haben alle Spieler die Länderspielpause gut verkraftet. Alle Jungs kamen mental sehr frisch zurück und ich hoffe, dass uns dies in den nächsten Wochen bis zu den Playoffs helfen wird“, so Björn Harmsen.
Während die Uni Baskets mit einer starken 8:1-Bilanz in die Saison gestartet waren und sich zunächst unter den Top-Teams festsetzen konnten, kassierte das Team von Headcoach Götz Rohdewald bis zum Jahreswechsel einige Niederlagen, die sich zwischenzeitlich im enorm eng gestaffelten oberen Tabellendrittel schnell bemerkbar machten. Ähnlich wechselhaft und unberechenbar entwickelte sich ebenso der Auftakt ins Basketball-Jahr 2025. Auf Siege gegen ambitionierte Playoff-Konkurrenten folgten bis zuletzt auch immer wieder Ausrutscher gegen vermeintliche ProA-Kellerkinder, die eine bessere Platzierung verhinderten. Dennoch sollte man sich aus Jenaer Optik nicht allzu sehr am aktuellen Stand des Tabellensechsten orientieren, sondern kann, nicht zuletzt auch mit Blick auf Münsters starke 9:3-Heimbilanz, durchaus von einem Topspiel sprechen.
In der noch verhältnismäßig jungen Historie gemeinsamer Aufeinandertreffen haben die Thüinger nach fünf direkten Duellen knapp die Nase vorn. Drei Jenaer Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber, während sich die Korbbilanz mit 390:375 ähnlich ausgeglichen gestaltet.


