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Vorweihnachtlicher Blowout - Science City Jena schlägt Vechtas Farmteam mit 109:46

Mit einem überdeutlichen Heimsieg verabschieden sich die Zweitliga-Basketballer von Science City Jena aus ihrer Heimspiel-Saison 2024. Das Team von Trainer Björn Harmsen bezwang die chancenlose BBL-Reserve von RASTA Vechta am Samstagabend vor 3.032 stimmungsvoll mitgehenden Zuschauern mit 109:46 und verteidigt mit diesem Erfolg die Tabellenführung in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Ob die Thüringer nach einer verkürzten Weihnachtspause letztendlich auch als ProA-Spitzenreiter ins neue Jahr starten können, entscheidet sich am 28. Dezember im letzten Duell 2024, einem Auswärtsspiel bei den Nürnberg Falcons.

 

Von Zach Cooks mit 29 Punkten als Topscorer angeführt, überzeugten die Saalestädter gegen das Schlusslicht aus Niedersachsen mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung und ließen über die gesamten 40 Minuten nie Zweifel an der finalen Rollenverteilung aufkommen. Während sich Lorenz Bank mit 14 Punkten und 12 Rebounds ein Double-Double sicherte, punkteten in Summe gleich sechs Akteure zweistellig.

 


Hendrik Gruhn (Headcoach RASTA Vechta II): „Glückwunsch an Björn zum Sieg und auch dazu, was er für eine Kultur in Sachen Defense in sein Team reingebracht hat. So wie sie verteidigen, mit so einer Physis, mit so einer Intensität und so einer Aggressivität über 40 Minuten, egal, wie der Score gerade ist, wünsche ich mir das nicht nur für meine Mannschaft sondern auch für unser ganzes Programm. Diese Defense haben wir heute knallhart zu spüren bekommen. Wir wurden nach allen Regeln der Kunst vermöbelt. Gegen diese Physis konnten wir gar nichts machen. Jena hat von Beginn an über die Physis den Ton angegeben, während wir keinen Weg gefunden haben, dagegenzuhalten. Jetzt liegt es an uns, herauszufinden, wie wir das genauso wie Jena hinbekommen können, dass wir so physisch und so aggressiv spielen. Das wird die kommende Herausforderung, die wir schon nächsten Samstag gegen Kirchheim annehmen müssen. Hier waren wir heute jedenfalls über 40 Minuten absolut chancenlos. Es war ein Klassenunterschied. Man hat Jenas individuelle Qualität und auch als Team gemerkt. Viel mehr ist da gar nicht mehr zu sagen, außer noch einmal: Glückwunsch an Björn und alles Gute für die weitere Saison.“

 

Björn Harmsen (Headcoach Science City Jena): „Vielen Dank an Hendrik für die Glückwünsche. Und von meiner Seite aus Glückwunsch an Vechta zum Sieg letzte Woche. Ich kann mitfühlen, wie es ist, wenn man immer knapp dran ist und es dann nicht klappt. Da leide ich förmlich mit. Jetzt hatte es für Vechta nach 22 Punkten Rückstand geklappt. Ich habe das Ende des Spiels gesehen und mich sehr gefreut für Hendrik. Heute mussten wir darauf achten, dass wir nach der schwierigen Niederlage in Bochum, wo wir gegen eine Mannschaft gespielt haben, die mit sechseinhalb Leuten angetreten ist und dabei mehr Energie, mehr Physis und mehr Intensität gebracht hat als wir, dass wir unabhängig davon, gegen wen es heute geht, bessere Antworten haben als in Bochum und über einen langen Zeitraum zeigen, was wir können. Ich bin froh, dass wir das heute konnten. Und dass die Halle heute voll war, war noch eine extra Motivation. Heute hat man wieder gesehen, wie auch in der Woche vorm Spiel in Bochum, dass die Trainingswoche vor dem Spiel wichtig ist. Vor Bochum haben wir nicht gut trainiert, es war vielleicht unsere schlechteste Trainingswoche. Jetzt haben wir zwar vielleicht etwas kürzer, dafür aber sehr konzentriert und sehr intensiv trainiert. Das hat man dann auch im Spiel gesehen.“

 

Raphael Falkenthal(Science City Jena): „Ich denke, dass wir in unserem Xmas-Game ein super Spiel abgeliefert haben. Unsere Intensität hat von Anfang an gestimmt und hielt bis zum Schluss. Wir wollten nach der Niederlage in Bochum eine positive Antwort geben, speziell zu Hause und vor vollen Tribünen. Das ist uns vor einer sehr schönen und stimmungsvollen Kulisse über das gesamte Spiel sehr gut gelungen. Nachdem wir mit diesem Resultat jetzt etwas zufriedener in die Weihnachtsfeiertage gehen können, beginnt am Mittwochabend die Vorbereitung auf das letzte Spiel des Jahres. Wir wollen auch in Nürnberg gewinnen und über den Jahreswechsel unsere Tabellenführung verteidigen.“

 

Lorenz Bank (Science City Jena): „Wir haben im Weihnachtsspiel unser Potenzial über einen sehr langen Zeitraum abgerufen, haben sehr physisch verteidigt und den Ball gut bewegt. Die Atmosphäre in der Arena war sehr schön und ich bin sicher, dass auch unsere Fans zufrieden in die Weihnachtsfeiertage starten können. Dank der starken Unterstützung haben wir nach 40 Minuten gewonnen, aufgrund unserer konstanten Leistung am Ende auch in dieser Höhe verdient.“

 

Zach Cooks (Topscorer Science City Jena): „Das war, sowohl für uns als auch für die Fans, ein schöner Sieg zum Abschluss der Heimspielsaison 2024 und rückblickend eine gute Reaktion auf die Niederlage in Bochum. Nach einer Trainingswoche, die sehr gut gelaufen ist, konnten wir die Intensität für das Spiel gegen Vechta konservieren. Wir sind über das gesamte Spiel fokussiert geblieben, haben bis zum Schluss konzentriert gespielt und wollen nach Weihnachten in Nürnberg an diese Leistung anknüpfen.“

 


Während das Jenaer Weihnachtsspiel aufgrund der erschütternden Ereignisse in Magdeburg zunächst mit einer Schweigeminute begann, rückte im Anschluss schnell der sportliche Aspekt in den Fokus. Zwar gelang es den Gästen in Person von Power Forward Phillip Carr zunächst, mit zwei Dreiern innerhalb von 49 Sekunden zum 0:6 eine erste Duftmarke zu setzen, doch der Geruch niedersächsischer Ambitionen verflog anschließend ebenso schnell wie er gekommen war. So ließ die Antwort von Science City Jena nicht lange auf sich warten.

 

Nachdem die Thüringer im Duell angekommen waren, bestimmten sie Spiel, Tempo und letztendlich auch den Gegner. Nach zwei Freiwürfen von Youngster Raphael Falkenthal am Ende eines 15:0-Laufs hatte das Harmsen-Team die Begegnung auf 15:6 (5.) gedreht und legte weiter nach. Bis auf 24:8 (7.), nach einem für ihn typischen Korb von Stephan Haukohl, hatte sich der ProA-Tabellenführer abgesetzt, bevor Vechtas Duett Luc van Slooten und Jonathan Klussmann bis zur ersten Viertelpause noch etwas Ergebniskorrektur betreiben konnten. Doch die Saalestädter blieben nach ihrer 28:16-Führung des Startabschnitts mit ´beidem ausgestreckten Füßen auf dem Gaspedal und enteilten bis zur Halbzeit vorentscheidend auf 56:24.

 

Auch während der zweiten Hälfte entwickelte Science City Jena eine Dominanz, die auf dem Parkett der Sparkassen-Arena in dieser Art und Weise wohl erstmalig so zu erleben war. Mit einem Vorsprung von 83:38 in den Schlussabschnitt startend, wird Raphael Falkenthal, der mit seinem Dreier zum 101:40 den hundertsten Jenaer Punkt erzielte, demnächst der Mannschaft einen Kuchen backen bzw. backen lassen.

 

Punkteverteilung: Cooks 29, Christen 16, Bank 14, Carter 12, Falkenthal 10, Moore 10, Haukohl 5, Herrera 5, Morgan 4, Lodders 4

 

Spielfilm: 1. Viertel 28:16 – 2. Viertel 56:24 – 3. Viertel 83:38 – 4. Viertel 109:46

 

Kompletter Boxscore

 

Das Spiel im Re-Live auf Sportdeutschland TV

 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel

 

 

 

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