Später Einbruch besiegelt Jenaer Auswärtsniederlage – Science City unterliegt in Bamberg mit 88:78
Bis zum Start in das Schlussviertel hatte Science City den BMA365 Bamberg Baskets einen engen Kampf geliefert, bevor erst die Konzentration und dann die Kräfte schwanden. Am Ende half den Hausherren ein später 12:0-Lauf, um dieses Duell zu entscheiden. Die Oberfranken bezwangen das Team von Headcoach Steven Esterkamp am Sonntagnachmittag vor 4.501 Zuschauern in der Bamberger Brose Arena mit 88:78 und feierten im dritten Anlauf ihren ersten BBL-Heimsieg der Saison.
Das Team musste in Oberfranken neben Kapitän Robin Christen auch ohne den angeschlagenen Jemarl Baker Jr. auflaufen. Point Guard Isaiah Moses war in den Kader aufgerückt. Ungeachtet dieses Personalwechsels war die nur kurze Regenerationszeit nach dem letzten Heimspiel gegen Frankfurt am Freitagabend ganz offensichtlich nicht lang genug, um den späten Substanzverlust zu kompensieren.
Raphael Falkenthal hatte vor der letzten Viertelpause aus der Distanz auf 69:66 verkürzt. Mit Beginn des Schlussviertels nahm die Partie dann den aus Jenaer Sicht unerwünschten Verlauf. Durch zwei Dreier von Joshua Obiesie und Richard Balint enteilt, lagen die Gastgeber schnell mit 75:66 vorn. Steven Esterkamp musste eine Auszeit nehmen, die jedoch ohne Wirkung blieb. Zurück im Spiel legten die Oberfranken intensiv und erfolgreich nach und setzten sich mit sechs aufeinanderfolgenden Punkten bis auf 81:66 (33.) ab. Zu viel Holz an diesem Tag für Science City Jena. Obwohl sich die Thüringer nicht aufgaben und noch einmal bis auf 84:75 (38.) zurückkämpften, fehlten am Ende Zeit, Luft und neben London Perrantes gleichermaßen ein zweiter verlässlicher Scorer. Letztendlich unterlagen die Thüringer nach einem lange offenen Schlagabtausch beim amtierenden Pokalsieger und werden andere Gegner schlagen müssen, um ihr Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen.
Wie schon im Heimspiel gegen die SKYLINERS war Neuzugang London Perrantes mit 20 Punkten bester Werfer für Science City. Das Trio zweistellig scorender Jenaer komplettierte Alex Herrera (13, Career-High in der BBL) sowie Sacar Anim (11).
Steven Esterkamp (Headcoach Science City Jena): „Im letzten Viertel haben wir heute den Fokus verloren, wie wir hier eigentlich spielen wollten. Bamberg hat hier einen guten Job gemacht, war einfach aggressiver und hat uns auch einige Sachen unseres Spiels genommen. Wir haben in dieser Phase zudem einige einfache Würfe liegen lassen. Unser Problem lag aber mehr am defensiven Ende, wo wir 20 Offensiv-Rebounds abgegeben haben. Damit ist es sehr, sehr schwer, ein Spiel zu gewinnen. Unser Hauptproblem ist die fehlende Disziplin, die es einfach braucht, um ein Spiel zu finishen. Unser Spiel ist immer wieder ein Auf und Ab, und wir spielen nicht konstant genug. In den letzten Wochen und besonders in den letzten beiden Spielen hatten wir sehr gute Phasen in unserem Spiel, in denen wir erkannt haben, was zu tun ist, und das auch genauso umgesetzt haben. Dann aber verfallen wir immer wieder in alte Gewohnheiten und verlieren den Fokus sowie die nötige Disziplin.“
Jesús Ramírez (Headcoach BMA365 Bamberg Baskets): „Wie schon im Spiel gegen Frankfurt hat Jena gezeigt, dass sie eine gute Mannschaft sind. Sie haben uns große Probleme bereitet, bis es uns dann gelungen war, in puncto Physis, Kontakt und Einsatz das richtige Mindset zu finden und uns so dann auch auf der Anzeigetafel abzusetzen. Ich freue mich für die Mannschaft und vor allem natürlich für unsere Fans, die uns zu unserem ersten Heimsieg in dieser Saison gepusht haben. Wir hatten heute 20 Offensiv-Rebounds, was ganz klar für die Einsatzbereitschaft der Mannschaft spricht. Wie aus den anderen Spielen gilt es auch aus diesem Sieg heute wieder zu lernen und uns weiter zu verbessern.“
Punkteverteilung: Perrantes 20, Herrera 13, Anim 11, Lee 6, Edwards 6, Bank 6, Skladanowski 5, Moses 4, Falkenthal 4, Krause 3, Stuckman
Spielfilm: 1 Viertel 26:30 – 2. Viertel 47:43 – 3. Viertel 69:66 – 4. Viertel 88:78


