Moin Viertelfinale – Science City siegt sich nach 80:79-Herzschlagfinish an der Ostsee in die nächste Pokalrunde
Fünftes Auswärtsspiel, vierter Sieg. Nach einem Herzschlagfinish in der Rostocker Stadthalle steht Science City Jena erstmalig seit Dezember 2018 im BBL Pokal-Viertelfinale. Das Team von Björn Harmsen bezwang die ROSTOCK SEAWOLVES vor 2.840 Zuschauern im Achtelfinal-Thriller um einen Wimpernschlag mit 80:79 und darf sich nun ein wenig mehr auf die Auslosung der nächste K.O.-Runde am Montagabend freuen.
Offensiv von Great Osobor mit 15 Punkten als bestem Scorer angeführt, war es Jenas Center in der letzten Rostocker Angriffs-Sequenz gelungen, den gefährlichen Akteur der Gastgeber, TJ Crockett Jr., beim Korbleger zu blocken und so den entscheidenden 19 Führungswechsel zu verhindern. Zum „heimlichen MVP“ avancierte unterdessen Flügelspieler Lorenz Bank, der neben seinen acht Rebounds eine defensivstarke Partie ablieferte und 9.9 Sekunden vor der Schlusssirene via Layup zum 80:79-Endstand traf.
Przemyslaw Frasunkiewicz (Headcoach ROSTOCK SEAWOLVES): „Wir sind wieder sehr schlecht ins Spiel gestartet. Es mangelte uns an Fokus und Schärfe. Wir haben zwei verschiedene Gesichter gezeigt in der ersten und zweiten Halbzeit: die erste Hälfte war sehr schlecht, die zweite war wesentlich besser. Aber es hat nicht gereicht. Wir haben einige dumme Fouls begangen, so dass unsere Rotation am Ende darunter gelitten hat. Der Wurf am Ende ist meistens Glück. Auf jeden Fall haben wir zwei verschiedene Spiele gespielt. Zuerst weich und langsam, danach aggressiv und smart.“
Björn Harmsen (Headcoach Science City Jena): „Pokal ist Pokal. Ich bin total stolz auf die Jungs. Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet, haben sehr gut verteidigt. Daran hatten wir in der Trainingswoche auch intensiv gearbeitet. In der zweiten Hälfte haben wir, wie schon in Oldenburg, mit der Aggressivität und Physis von Rostock Probleme bekommen. Das Momentum war auf der Seite der Rostocker. Aber unsere Jungs sind mit der Erfahrung der letzten Spiele mental fokussiert geblieben. In der entscheidenden Phase haben wir es geschafft, defensive Stopps zu holen, offensiv intelligent zu spielen und den Ball nicht wegzuwerfen. Am Ende war es ein sehr guter Pass auf Lorenz, nachdem sich alle auf Eric und Tavian konzentriert haben.“
Eric Washington: „Ein erneut hart erkämpfter Auswärtssieg. Wenn man in einem Pokalwettbewerb startet, will man auch den Titel holen. Diesem Ziel sind wir mit unserem Einzug ins Viertelfinale einen Schritt näher gekommen. Es war eine tolle Teamleistung. Ein großes Lob an Lorenz für den spielentscheidenden Korb sowie auch an Naz und Great für die letzte Defensivaktion.“
Chris Carter: „Das war ein gutes Spiel und aufgrund der viele positiven Erinnerungen und der guten Menschen ein tolles Gefühl, wieder in Rostock in der Stadthalle aufzulaufen. Die Begrüßung der Fans bei meiner Vorstellung war wirklich unglaublich und ich bin dankbar für all die Liebe und Unterstützung, die sie mir entgegengebracht haben. Ich bin froh, dass wir heute mit Jena gewinnen konnten. Es war ein Erfolg der Mannschaft und ich freue mich für unsere Jungs. Wir haben 40 Minuten lang gut verteidigt und in der Offensive den Ball kontrolliert.“
Lorenz Bank: „Durch gute Defense und Reboundarbeit, besonders in der ersten Hälfte, konnten wir unseren zweiten Pokalsieg holen. In der zweiten Hälfte haben die Rostocker zwar noch einmal aufschließen können aber durch eine gute Schlussphase konnten wir die nächste Runde erreichen.“
Punkteverteilung: Osobor 15, Braxton 13, Dunn-Martin 12, Washington 11, Bohannon 10, Bank 5, Wieskamp 4, Carter 4, Christen 4, Krause 2, Herrera
Spielfilm: 1. Viertel 16:25 – 2. Viertel 30:37 – 3. Viertel 58:57 – 4. Viertel 79:80
Ein ausführlicher Bericht folgt...


