Falsche Ausfahrt in der Crunchtime - Schlussphase verhindert Jenaer Heimsieg gegen starke Frankfurter
Frankfurts BBL-Kryptonit hält auch im 12. Versuch. Einmal mehr musste sich Science City Jena den Skyliners am gestrigen Freitagabend auf Erstliga-Niveau geschlagen geben, unterlag dem EuoCup-Team aus Mainhattan nach 40 umkämpften Minuten mit 82:95. Ungeachtet der Niederlage dürften die 2.490 Zuschauer in der Sparkassen-Arena jedoch ihr Kommen nicht bereut haben. Schließlich präsentierte sich das Esterkamp-Team bis in die letzten Minuten auf Augenhöhe, bevor das Duell in der Crunchtime die falsche Ausfahrt nahm.
So war es nach Sacar Anims Dreier zur 75:74-Führung in der 35. Minute eine Kombination unterschiedlicher Faktoren, die Jenas bis zum Ende durchaus möglichen Heimsieg verhinderten. Ob überhastete oder erzwungene Würfe sowie die in der Schlussphase zurückkehrende Anfälligkeit für Ballverluste, Frankfurt nahm die sich ihnen bietenden Möglichkeiten dankend an und entführte beide Pluspunkte an den Main. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich Science City und die SKYLINERS einen unterhaltsamen sowie eng umkämpften Schlagabtausch geliefert. Erstmalig von US-Import London Perrantes dirigiert, hinterließ der Neuzugang einen starken Eindruck. Der Point Guard avancierte im Verlauf seiner Premiere zu Jenas Topscorer und führte mit 15 Punkten (inkl. 6 Assists) ein zweistellig punktendes Quintett der Thüringer an.
Klaus Perwas (Headcoach SKYLINERS): 2Das waren heute intensive 40 Minuten. Ein großes Dankeschön an die Fans aus Jena für die tolle Atmosphäre. Science City hat gut gespielt und uns das Leben schwer gemacht. Man sieht, dass sich die Mannschaft auf einem guten Weg befindet. Am Ende haben wir Lösungen gefunden, um das Spiel zu gewinnen – vielleicht war auch ein wenig Glück dabei. Ich wünsche Jena für die nächsten Spiele alles Gute.“
Steven Esterkamp (Headcoach Science City Jena): „Nach vier Wochen ohne Spiel haben wir uns deutlich verbessert präsentiert. Knapp 35 Minuten lang haben wir mit der gewünschten Intensität gespielt und unseren Plan umgesetzt. In den letzten fünf Minuten haben wir jedoch etwas die Disziplin verloren – genau das hat Frankfurt ausgenutzt. Trotzdem haben wir einen Schritt nach vorn gemacht. Jetzt müssen wir lernen, Spiele auch in der Schlussphase konsequent zu Ende zu bringen. Im Vergleich zum Pokalspiel in Frankfurt vor acht Wochen sind wir als Mannschaft deutlich weiter. Wir verstehen besser, wie wir spielen wollen, und die Neuzugänge geben unserem Spiel zusätzliche Qualität. London ist der echte Point Guard, nach dem wir gesucht haben: Er kontrolliert das Spiel, bringt seine Mitspieler in gute Positionen und trifft die richtigen Entscheidungen. Mit mehr Zeit wird er unser System und seine Mitspieler noch besser kennenlernen.“
Punkteverteilung: Perrantes 15, Stuckman 13, Edwards Jr. 13, Anim 11, Baker Jr. 10, Krause 5, Lee 4, Skladanowski 3, Bank 3, Herrera 3, Falkenthal
Spielfilm: 1. Viertel 29:22 – 2. Viertel 53:50 – 3. Viertel 61:64 – 4. Viertel 82:93


