Erstes Heimspiel, nächstes Brett – Jena startet am Sonntag gegen „Angstgegner“ Bremerhaven in die ProA-Heimspielsaison
Mit einem Duell gegen die Eisbären Bremerhaven eröffnet Science City Jena am Sonntagnachmittag um 16.00 Uhr seine Heimspielserie der am letzten Wochenende gestarteten ProA-Saison 2024/2025. Nachdem das Team von Coach Björn Harmsen im Verlauf eines hart umkämpften sowie gleichermaßen wertvollen Sieges in Hagen äußerst erfreuliche Fakten schuf und erfolgreich in das Spieljahr startete, wartet das nächste dicke Brett auf die Thüringer.
Informationen zum Heimspiel gegen Bremerhaven
Tickets - Im Vorverkauf besteht sowohl online über Eventim Sports, an der Arena-Tageskasse bargeldlos! (inkl. 2,- Euro VVK-Gebühr, am Sonntag, ab 15.00 Uhr), sowie in der Jena Tourist-Info, im Fanstore am Markt und im Pressehaus am Holzmarkt die Möglichkeit, Eintrittskarten zu erwerben.
Einige wichtige organisatorische Regelungen betreffen die Fans von Science City Jena auch in dieser Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Während sich die Türen der Public-Bereiche zu jedem Heimspiel 60 Minuten vor dem Spielbeginn (um 15.00 Uhr) öffnen, hat die Sparkassen-Arena ihr Bezahlsystem umgestellt. Es ist somit - wie schon in der letzten Saison - ausnahmslos bargeldlose Bezahlung / Cashless Payment möglich.
Es gibt aktuell nicht sonderlich viele Kontrahenten, gegen die Jenas Basketballer eine derart negative Bilanz aufweisen. Die Eisbären gehören - unabhängig von der Teilnahme in BBL oder ProA - jedoch ganz klar in die Kategorie „Nachholbedarf“. Man kann sich ganz sicher trefflich darüber streiten, ob die Bezeichnung „Angstgegner“ gerechtfertigt ist. Zur Wahrheit gehört allerdings eben auch, dass die Nordseestädter von 18 direkten Aufeinandertreffen 13 Duelle gewinnen konnten, während Science City Jena in lediglich fünf Spielen als Sieger vom Parkett ging (Korbverhältnis JEN 1486:1534 BHV).
Während der letzte Heimsieg gegen Bremerhaven vom 13.März 2021 datiert (89:81), lassen allein die Resultate der drei folgenden Heimspiele (2021/2022 - 84:89, 2022/2023 - 69:71, 2023/2024 - 77:80) sehr viel Luft nach oben. Ein Spieler, der die beiden letzten Niederlagen noch im Jenaer Trikot miterlebte, trägt seit diesem Sommer das Eisbären-Jersey und den Namen Nils Schmitz. Der 23-Jährige wechselte nach einer von Verletzungen begleiteten, fast völlig verkorksten Saison im August die Seiten und hofft an der Küste auf einen Neuanfang.
Björn Harmsen: (Headcoach Science City Jena): „Das erste Spiel einer Saison ist immer schwer, auswärts in Hagen sowieso. Aber wir konnten diese Hürde am Ende erfolgreich bestehen. Unsere Mannschaft hat im Verlauf dieser 40 Minuten viel Willen und Charakter gezeigt, letztendlich mehr Energie gehabt, um diesen wichtigen Sieg einzufahren. Die Resultate insgesamt zeigen bereits am ersten Spieltag, wie eng die Liga auch in dieser Saison ist. Insofern erwartet uns auch im Heimspiel gegen Bremerhaven ebenso schwere Herausforderung. Die Eisbären sind sehr gut gecoacht, sehr tief besetzt und verfügen mit ihren elf Profis über viel Qualität. Der Kader ist ziemlich variabel zusammengestellt, spielt enorm Guard-orientiert und sehr häufig Pick and roll.“
Robin Christen (Flügelspieler Science City Jena): „Wir haben ein Team zusammen, was extrem viel Spaß macht, mit guten Charakteren und ausnahmslos Jungs, die unbedingt gewinnen wollen. Es macht Spaß, täglich zum Training zu fahren und auch die Kommunikation mit den Coaches funktioniert problemlos. Der Zusammenhalt, die Einstellung und der Charakter des Teams stimmen und das ist das wichtigste. So etwas hat man oder nicht. Alle anderen Dinge wie spieltaktische Inhalte sowie andere Dinge entwickeln sich im Lauf einer Saison.“
Prinzipiell hat sich in den zurückliegenden Wochen und Monaten bei den Eisbären enorm viel verändert. Während der zwschen 2019 bis 2024 in Paderborn an der Linie stehenden Steven Esterkamp den Trainerstuhl von Steven Key erbte, wurde auch der Kader auf so ziemlich jeder Position umgekrempelt. Aus den letzten Jahren bekannte Namen wie Robert Oehle, Jarelle Reischel oder Nick Hornsby verabschiedeten sich aus dem Eisbären-Gehege, während der neue Coach u.a. mit Daniel Norl (Düsseldorf), Jordan Samare (Frankfurt), Carlos Carter (Münster), Peter Hemschemeier (Göttingen), Till Isemann (Dresden) oder eben Nils Schmitz einen fast komplette Umbruch vollzog. Lediglich Kapitän Adrian Breitlauch bildete im Sommer die große Ausnahme und wird Bremerhaven auch in diesem Spieljahr als Mannschaftskapitän anführen.
Zu welchen Leistungen unsere heutigen Gäste fähig sind, zeigte sich im Saisonauftakt-Blowout gegen die völlig chancenlose Bundesliga-Reserve von RASTA Vechta. Während sich die Eisbären mit einem 111:64-Kantersieg die Position des Tabellenführers krallten, schleppen die Niedersachsen nach der derben 47-Punkte-Klatsche die Rote Laterne mit sich herum. Obwohl diese Momentaufnahme nicht wirklich viel Aussagekraft besitzt, konnte das Esterkamp-Team eine erste Duftmarke und unterstrich die Ambitionen, die Playoff-Qualifikation lauten dürfte.
Für Science City Jena gilt es nach dem enorm wertvollen Auftaktsieg in Hagen im ersten Heimspiel nachzulegen und den nächsten Schritt zu machen. Letztendlich dürfte sich auch dieses Spieljahr eher zum achtmonatigen Marathon entwickeln, bei dem jeder Etappensieg zählt... völlig losgelöst von der Jenaer Bilanz, die wie eingangs erwähnt noch viel Luft nach oben lässt.
Sportdeutschland TV überträgt das Duell zwischen Science City Jena vs. Eisbären Bremerhavenam Sonntag ab 15.45 Uhr live aus der Sparkassen-Arena.


