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Das überraschendste Spitzenspiel des Jahres – Science City Jena vor dem Gastspiel beim Tabellendritten Bochum

Vor dem zweiten Auswärtsspiel in Folge steht ProA-Tabellenführer Science City Jena am morgigen Samstagabend, wenn die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen um 19.00 Uhr in der Bochumer Rundsporthalle gastiert. Dass die Partie beim VfL das Prädikat „Spitzenspiel“ tragen wird, kommt dabei gleichermaßen überraschend wie verdient. Schließlich duelliert sich am 13. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga der Tabellendritte mit dem aktuellen Spitzenreiter. Zudem kommt es in dieser Partie zum Aufeinandertreffen der beiden Clubs, die mit jeweils sechs Siegen in Folge die längsten Erfolgsserien aller 18 Teams vorweisen können.

 

Die Begegnung des 13.Spieltags wird wie gewohnt von Sportdeutschland TV live übertragen. Die Nordrhein-Westfalen starten am Samstagabend um 18.45 Uhr in ihre Vorberichterstattung.

 

Während Bochum zum aktuellen Zeitpunkt bereits so viele Siege sammeln konnte, wie in der kompletten zurückliegenden Saison 2023/2024, hat sich der offensivstarke Kader des Spaniers Felix Banobre das Gütesiegel „Überraschungsteam“ redlich verdient. Im letzten Spieljahr neben Schlusslicht Paderborn als Vorletzter eigentlich in die ProB abgestiegen, profitierte der VfL neben dem Aufstiegsverzicht des ProB-Meisters aus Rhöndorf ebenso von einer Lizenzverweigerung für den potenziellen Nachrücker aus Köln. Die Rheinstars waren trotz Einspruch gegen das Liga-Veto ihren Nachweis einer ProA-tauglichen Halle schuldig geblieben und so hatte die Entscheidung der ebenfalls am Rhein ansässigen Liga verbindlichen Charakter. Aufgrund der Abschlussplatzierung vor Paderborn blieben die Bochumer so letztendlich der ProA auch ohne Wildcard erhalten. Einen Großteil des Kaders hielt der VfL zusammen, addierte einige wichtige Puzzleteile hinzu und profitierte im bisherigen Saisonverlauf nicht selten von der Eingespieltheit seiner Akteure.

 

„Es ist natürlich ein schönes und interessantes Spiel wenn der Erste beim Dritten antritt. Beide Teams konnten sich zuletzt sechs Siege in Folge erkämpfen. Die Bochumer haben eine gute Truppe, die im Kern schon länger zusammenspielt. Sie haben sich zudem gut verstärkt und verfügen über alle Waffen, die man haben kann, aber insbesondere offensiv braucht, um erfolgreich zu sein. Neben Niklas Geske, als sehr guten Aufbauspieler, sticht Keith Braxton als einer der besten Scorer der Liga heraus. Mit Lars Kamp und Matthew Strange haben sie zwei gute Shooter im Team, sind aber auch auf den großen Positionen enorm variabel besetzt. Bochum kann sowohl groß als auch klein spielen, kann physisch über die Innenpositionen abschließen sowie von außen werfen. Das wird eine echte Herausforderung, auf die wir uns freuen“, so Björn Harmsen, der erneut auf den an der Schulter verletzten Kristofer Krause verzichten muss. Ob hingegen Routinier Stephan Haukohl sein Comeback feiern kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden.

 

Nachdem sich der VfL lediglich in Kirchheim (63:70), in Hagen (73:87) und zu Hause gegen Münster (77:78) ausnahmslos Playoff-Anwärter beugen musste, zuletzt mit Auswärtssiegen in Crailsheim (94:87) und in Tübingen (85:77) überzeugen konnte, wird Science City Jena am Samstagabend definitiv ein dickes Brett zu bohren haben.

 

Die verhältnismäßig junge Rivalität beider Vereine spricht nach sechs Begegnungen zwar klar für die Saalestädter. Dennoch sollten Jenas fünf Siege (549:481 Körbe) nicht darüber hinwegtäuschen, dass der „neue VfL“ wesentlich härter zu knacken sein dürfte und erfolgreicher unterwegs ist, als sein Namensvetter in der Fußball-Bundesliga.

 

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