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Abstiegskampf an der Alster – Science City Jena am Dienstagabend in Hamburg gefordert

Nur wenige Tage nach der deutlichen Niederlage im Vechtaer RASTA Dome befindet sich Erstliga-Aufsteiger Science City Jena schon wieder auf dem Weg zum nächsten Teil seines eng getakteten Terminkalenders, am Dienstagabend jedoch hoffentlich mit einem erfreulicheren Ausgang. Das Team von Trainer Björn Harmsen gastiert am 10. März in Hamburg, um sich ab 18.30 Uhr mit den gastgebenden Veolia Towers zu duellieren. Inklusive des heutigen Auftritts an der Alster verbleiben noch 14 Endspiele, um die notwendigen Siege für den Klassenerhalt einzufahren.

 

Nicht nur der Blick auf die derzeitige Situation der easyCredit BBL verspricht für die Partie bei den Hansestädtern viel Brisanz, sondern verleiht ihr auch das Prädikat „Sechs-Punkte-Spiel". Die Towers, die sich aktuell mit einem Pflichtspiel weniger auf dem 14.  Tabellenplatz (19 Spiele, 7/12 Siege, 14:24 Punkte) einreihen, rangieren direkt vor Science City Jena (20 Spiele, 7/13 Siege, 14:26 Punkte). Zusätzliche Dynamik erhält das heutige Duell durch den Heidelberger 71:69-Auswärtssieg am gestrigen Abend in Trier. Die Neckarstädter (23 Spiele, 6/17 Siege, 12:34 Punkte) haben nach ihrem Erfolg  den ersten Nichtabstiegsplatz, Rang 15 im Blick, der aktuell vom SYNTAINICS MBC (23 Spiele, 7/16 Siege, 14:32) belegt wird.

 

„Nach der hohen Niederlage in Vechta ist es wichtig, dass wir uns gut zur Wehr setzen und alles reinhängen, was wir haben. In einer Woche, die insgesamt ziemlich intensiv ist, was die langen Fahrten betrifft, blieb und bleibt uns nur wenig Zeit zur Vorbereitung. Hamburg hat seinen Kader im Verlauf der Saison komplett umgekrempelt, hohe Qualität bei den Imports verpflichtet und auch ihre deutschen Positionen bringen viel Klasse mit. Das Team, über das sie mittlerweile verfügen, und das zeigt ja auch ihre Bilanz der letzten Wochen, hat durchaus das Potenzial, weiter oben mitzuspielen. Letztendlich müssen wir auf uns schauen und versuchen, die deutliche Niederlage in Vechta mental abzuhaken, mit Selbstvertrauen zu spielen und vor allem in der Defense besser Zugriff zu bekommen“, so Jenas Headcoach Björn Harmsen vor dem Dienstagabend.

 

Obwohl es beim ersten Wiedersehen beider Kontrahenten seit dem 02.Januar 2016 zu einem Kuriosum kommt, das Rückspiel in der Wilhelmsburger Inselpark Arena vor dem eigentlichen Hinspiel am 26.03.2026 in der Sparkassen-Arena Jena stattfindet, besitzt diese Reihenfolge eigentlich nur Randnotiz-Charakter. Wenn auch nur hypothetischer Natur, hätte die ursprüngliche Ansetzung Ende Oktober 2025 den Thüringer aber wohl deutlich besser in ihren Terminkalender gepasst als der heutige Abend. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Hanseaten im tiefen Fahrwasser einer wochenlangen Negativserie (0:8 in der BBL, 0:10 im Eurocup), die erst am 14. Dezember 2025 mit einem 99:80-Heimsieg gegen ALBA Berlin endete. Seit dem Erfolg gegen Hauptstädter hat das personell runderneuerte Team von Headcoach Benka Barloschky eine umso stabilere Aufholjagd hingelegt und sich quasi am eigenen Schopf aus dem Tabellenkeller gezogen. Während es den Towers vor dem FIBA-Break gelungen war, die Albatrosse sogar auf Berliner Parkett zu schlagen (93:87), gab es nach Rückkehr aus der Länderspielpause vor zwei Tagen in der MHPArena nichts zu erben. In einem Spiel, das über weite Strecken eher an ein Indoor-Freiplatz-Zock erinnerte, schlugen die MHP Riesen Ludwigsburg das Barloschky-Team mit 75:67. Beide Kontrahenten hatten in dieser Partie ihr Glück stolze 73 Mal aus der Distanz versucht, in Summe jedoch nur magere 18 Dreier (LUB 10/39, HH 8/34) verwandelt. Dementsprechend werden die Hamburger um ihren Topscorer Devon Daniels (15.9 PpG, 4.1 RpG) am Dienstagabend ganz sicher alles daran setzen, um sich für diese Niederlage zu rehabilitieren.  

 

Während die heutige Begegnung Premiere in der easyCredit BBL feiert, beschränken sich die bisherigen direkten Duell auf gemeinsame ProA-Spieljahre. Das letzte Aufeinandertreffen beider Kontrahenten ist allerdings schon über eine Dekade alt. Obwohl sich Science City Jena am 02. Januar 2016 in der Inselpark Arena mit 73:63 geschlagen geben musste, spricht die All-Time-Bilanz mit 3:1 Siegen und 311:278 Punkten für die Thüringer. 

 

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