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Weihnachtsprimus – Medipolis SC Jena siegt sich gegen Düsseldorf mit 107:80 zurück an die Tabellenspitze

Mit dem ersten Hunderter der Saison konnten sich die Basketballer von Medipolis SC Jena am Samstagabend erfolgreich in ihre verkürzte Weihnachtspause verabschieden. Das Team von Cheftrainer Björn Harmsen bezwang die ART Giants Düsseldorf am 23. Dezember vor 2.666 stimmungsvoll mitgehenden Zuschauern verdient mit 107:80 und atmet bis zum kommenden Mittwoch die frische Luft des ProA-Spitzenreiters. 

 

Ungeachtet des verletzungsbedingten Ausfalls von Joshiko Saibou (Rücken) präsentierte sich das Harmsen-Team gegen die Nordrhein-Westfalen von Beginn an als dominanter Part beider Kontrahenten. Von Youngster Lorenz Bank mit 21 Punkten als Topscorer angeführt, überzeugte Medipolis SC Jena durch eine mannschaftlich geschlossene Leistung, in der sich nach der Schlusssirene alle Akteure erfolgreich in den Boxscore eingetragen hatten.

 

Während es den Thüringern im Verlauf ihres ungefährdeten Start-Ziel-Sieges gelang, sowohl sich selbst als auch die anwesenden Fans vorzeitig zu bescheren, wartet bereits am 27. Dezember die nächste Herausforderung in der Sparkassen-Arena. Zu Gast sind dann die Dresden Titans mit den beiden ehemaligen Jenaer Sportgymnasiasten Fabian Strauß (Headcoach) und Georg Voigtmann (Kapitän). Während sich für dieses mit Spannung erwartete Duell die Sitzplätze ihrer Kapazitätsgrenze nähern, halten die Stehplatzbereiche in den Blöcken D, E und F noch genügend Kontingent bereit, um in der S-Arena live vor Ort mitfiebern zu können. Hier geht es zu den Tickets.

 


Florian Flabb (Headcoach ART Giants Düsseldorf): „Zunächst natürlich Glückwunsch an Björn und Jena insgesamt zu einem verdienten Sieg und zur Tabellenführung. Wir waren heute in allen Aspekten hoffnungslos unterlegen. Jena hat es am Anfang des Spiels geschafft, super physisch herauszukommen. Wir haben es in keinster Weise geschafft, sowohl offensiv als auch defensiv zu unserem Spiel zu finden. Der 19:2-Lauf zu Beginn des Spiels war natürlich eine riesige Hypothek. Wir konnten im zweiten Viertel mit guter Moral zwar noch einmal bis auf neun Punkte verkürzen, haben uns dann aber immer wieder selbst ins Bein geschossen. Viele Turnover und leichtsinnige Fehler haben dazu geführt, dass wir mit einem Rückstand von 17 Punkten in die Halbzeitpause gehen mussten. In der zweiten Hälfte sind wir dann streckenweise auseinandergebrochen, auch was die Energie betraf, da wir mit Blick auf das nächste Duell in 72 Stunden tiefer rotiert haben. Auch das hat nicht zu unserem Spielfluss beigetragen. Nichtsdestotrotz müssen wir uns schnell sammeln, den Blick nach vorn richten und gegen Karlsruhe ein ganz anderes Gesicht zeigen.“

 


Björn Harmsen (Headcoach Medipolis SC Jena): „Ich fand, um es kurz zu halten, dass wir von unserer Mannschaft heute ein tolles Weihnachtsspiel gesehen und erlebt haben. Zum letzten Spiel vor Heiligabend habe ich den Jungs gesagt, dass sie sich mit einem Sieg das größte Geschenk selbst machen und die Tabellenführung erobern können. Wir hatten, vor allem im ersten und dritten Viertel, eine tolle Energie, die gegen eine gefährliche Mannschaft wie Düsseldorf sehr wichtig war. Diese Phasen und diese Intensität waren letztendlich entscheidend für unseren Sieg.

 

Lorenz Bank (Topscorer Medipolis SC Jena): „Der gestrige Erfolg war ein wichtiger Teamsieg zur Sicherung der Tabellenspitze. Wir sind gut gestartet und konnten von Beginn an unseren Gameplan umsetzen. Jetzt genießen wir die Feiertage und blicken dennoch schon auf das Derby gegen Dresden. Hoffentlich unterstützen uns die Fans erneut so emotional und lautstark, damit wir das Jahr gemeinsam erfolgreich beenden können.“

 

Raphael Falkenthal (Medipolis SC Jena): „Es war von Anfang an klar, dass wir dieses Spiel sowohl physisch als auch mit der größtmöglichen Intensität dominieren müssen, um es gewinnen und auf den 1. Platz rutschen zu können. Das war ganz klar das Ziel. Wir haben sehr gut als Team zusammengespielt, stark verteidigt und uns an den Gameplan gehalten, der letztendlich auch aufgegangen ist. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, vor so einer Kulisse zu gewinnen und ein für hoffentlich alle Fans schönes Weihnachtsfest einzuläuten.“

 


In einer von Beginn in Richtung Jena ausschlagenden Partie sorgte das Harmsen-Team früh für klare Verhältnisse. Offensiv aber auch in der Verteidigung mit hoher Intensität startend, hatte Amir Hinton für die ersten Punkte gesorgt, bevor Alex Herrera einen Korbleger von Craig Lecesne förmlich ans Brett nagelte (3.). Über 8:0, 16:2 bis auf 23:2 (7., Blake Francis) fast schon vorentscheidend enteilt, benötigten die Gäste fast den kompletten Startabschnitt, um sich vom Turbostart der Thüringer zu erholen. In dieser Phase hatten es die Düsseldorfer ihrem mit zwei Dreiern auf 25:11 (8.) verkürzenden Flügelspieler Finn Fleute zu verdanken, dass zumindest noch etwas Licht am Ende des Tunnels flackerte. Nachdem das Auftaktviertel mit einer deutlichen 34:17-Führung für Medipolis SC Jena endete, kamen die Giants bis Mitte des zweiten Abschnitts zwischenzeitlich noch einmal bis auf 39:30 (14., Smith 3er) heran. Doch die Hausherren ließen sich nicht aus dem Rhythmus bringen und erneut zündeten die nächste Stufe. Nach einem Dunk von Robin Lodders zum 54:37 verabschiedeten sich beide Kontrahenten in die Halbzeitkabinen.

 

Einem Abziehbild des Auftaktviertels gleichend, waren es erneut die Thüringer, die nach dem Start in die zweite Hälfte vorentscheidend davonzogen und Düsseldorfs Coach Florian Flabb nach Rasheed Moores Dreier zum 67:39 (22.) zu einer Auszeit zwangen. Beim Stand von 71:41 (24., Amir Hinton) erstmalig auf 30 Punkte enteilt, lief Medipolis SC Jena endgültig einem ungefährdeten Heimsieg entgegen. Nachdem beide Teams beim Stand von 84:60 den Schlussabschnitt eröffneten und Alex Herrera per Dunk auf 98:62 vorgelegt hatte, war es Raphael Falkenthal mit seinem Distanzwurf zum 101:64 (35.) vorbehalten, für Jenas ersten Hunderter der Saison zu sorgen. Die durchaus relevante Frage, ob der Youngster seinem Team dafür einen Karton Donuts oder eine Kiste Kaltgetränke in die Kabine stellen wird, sollte mittlerweile geklärt worden sein.

 


Punkteverteilung: Bank 21, Hinton 20, Francis 15, Radojicic 13, Haukohl 10, Herrera 10, Falkenthal 7, Lodders 6, Moore 4, Alberton 1

 

Spielfilm: 1. Viertel 34:17 – 2. Viertel 54:37 – 3. Viertel 84:60 – 4. Viertel 107:80

 

Kompletter Boxscore

 

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