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Viel Kampf und Krampf in Frankfurt - Science City Jena unterliegt den Skyliners am Main mit 70:79

Science City Jena befindet sich auch nach dem 10. Spieltag der easyCredit BBL auf der Suche nach Stabilität. Das Team von Björn Harmsen unterlag bei den Skyliners am  3. Advent mit 70:79 und kehrt mit leeren Händen in den Freistaat zurück. Durch die Ausfälle von Great Osobor und Robin Christen personell erneut gehandicapt, fehlte am Ende das entscheidende Quäntchen Konzentration, um die Begegnung vor 5.002 Zuschauern in der Frankfurter Ballsporthalle mit einem besseren Resultat zu finishen.

 

Während Frankfurts Neu-Nationalspieler Till Pape die Partie im Anschluss als von „Kampf und Krampf geprägtes Duell“ ziemlich treffend charakterisierte, hatten sich Thüringer diese Niederlage zu einem Großteil selbst zuzuschreiben. Neben einem verkorksten Startviertel kosteten letztendlich 20 Ballverluste sowie wiederholt dürftige Quoten aus der Distanz (5/22, 23 Prozent) sowie an der Freiwurflinie (11/16, 69 Prozent) einen nicht unmöglichen Auswärtssieg. Schließlich hatten auch die Hessen mit Center Jaedon LeDee auf ihren wichtigsten Akteur zu verzichten.

 

Obwohl Science City mit Eric Washington und Joe Wieskamp (je 18 Punkte) am Ende die beiden Topscorer der Partie stellte und auch U18-Youngster Daniel Biel (2 Punkte, 7 Rebounds) in seinen gut 13 Minuten eine erneut couragierte Leistung ablieferte, waren es die Hessen, die – wenn auch spät – in Isaiah Swope den Unterschiedsspieler fanden, der sie mit elf Punkten in den letzten vier Minuten auf die Siegerstraße brachte.

 


Björn Harmsen (Headcoach Science City Jena): „Für uns war das heute enttäuschend. So möchte man eigentlich nicht in ein Spiel starten. Wir sind sehr schlecht ins Spiel gekommen, haben uns dann aber zurückgekämpft, wieder investiert und im zweiten Viertel gut verteidigt. Im dritten Viertel hatten wir allerdings ähnliche Probleme wie zu Beginn und sind erneut zu schwach rausgekommen. Danach kippte das Momentum. Wir haben Kraft verloren und am Ende hat uns vor allem das unsportliche Foul wehgetan. Wir waren zwischenzeitlich bei minus drei, dann bei minus zwei – und kassieren anschließend zwei Freiwürfe und einen Dreier. So lagen wir wieder mit sieben Punkten hinten und das war bei der insgesamt geringen Punktzahl heute fast schon die Vorentscheidung."

 

Klaus Perwas (Headcoach Skyliners): „In dieser Konstellation war es heute kein einfaches Spiel. Wir haben aber einen Weg gefunden, die Partie zu gewinnen. Trotz des guten Starts hatten wir in der ersten Halbzeit Probleme beim Rebound, die wir in der zweiten Hälfte abstellen konnten. Insgesamt müssen wir unserer Mannschaft ein großes Kompliment machen – für den Fight und für die Energie, die sie in dieses Spiel gebracht hat. Das war nach dem dritten Spiel in kurzer Zeit alles andere als selbstverständlich. Wir können sehr zufrieden damit sein, wie wir das Spiel angegangen sind und dass wir es am Ende gewonnen haben. Jetzt machen wir einen Haken dran – in zwölf Tagen geht es weiter."

 


 

Während die Bankenstädter den deutlich besseren Start erwischten, sich über 13:1 (5., Christmas) eine komfortable 18:3-Führung (8., Alleyne) erspielen konnten, fand Science City in dieser Partie erst anschließend statt. Von Kapitän Eric Washington angeführt, gelang es den Thüringern bis zur ersten Viertelpause bis auf 25:14 zu verkürzen. Deutlich besser lief es für das Harmsen-Team erst mit Beginn des zweiten Abschnitts. Trotz eines zwischenzeitlichen 30:17-Rückstands (13., Caisin) fanden die Gäste nun besser ins Spiel, konterten mit einem energischen 13:0-Lauf und zwangen Skyliners-Coach Klaus Perwas nach dem 30:30-Ausgleich von Eric Washington (16.) zum Timeout. Zwar konnten die Hessen bis zur Halbzeitsirene einen 37:34-Vorsprung verwalten, doch Science City lag nun wieder in einer statistisch freundlicheren Schlagdistanz. Zu verdanken hatten das die Saalestädter ihrem starken und intensiven Rebounding, das beim Kabinengang mit 31:23 für sprach Jena. 

 

Ein relativ ähnlicher Spielverlauf entwickelte sich auch nach dem Beginn des dritten Abschnitts. Die Hausherren legten vor, der BBL-Aufsteiger versuchte zu folgen und folgte. Obwohl sich die Frankfurter eine 49:41-Führung (24., Johnson) erarbeitet hatten und diese Differenz bis zum 55:47 (27., Knauf) konservierten, hielt Science City statistisch Anschluss, verkürzte zwei Sekunden vor der Viertelsirene durch Joe Wieskamps Korbleger auf 59:54 und öffnete das Duell ein weiteres Mal. So musste der Schlussabschnitt für die Entscheidung sorgen. Nach dem Start in die finalen zehn Minuten war es den Jenaern in der 35. Minute gelungen, den hart umkämpften Schlagabtausch auszugleichen. Mit vier aufeinanderfolgenden Punkten egalisierte Joe Wieskamp einen 64:60-Rückstand auf 64:64, bevor die Skyliners die Begegnung anschließend entschieden. Zunächst hatten die Hessen durch Till Pape auf 66:64 erhöht, bevor Jena der folgenschwerste Ballverlust des gesamten Spiels unterlief. Ein Pass von Tavian Dunn-Martin landete in den Händen von Isiah Swope, der auf dem Weg in Richtung Jenaer Korb nur noch regelwidrig gestoppt werden konnte. Nach einer kurzen Besprechung der Unparteiischen wurde der Kontakt auf „Unsportliches Foul“ hochgestuft, Swope an die Freiwurflinie geschickt und den Skyliners der anschließende Ballbesitz zugesprochen. Der bis zu diesem Zeitpunkt eher unauffällig spielende Guard der Gastgeber verwandelte beide Schüsse von der Linie und legte zum allem Überfluss auch aus der Distanz erfolgreich nach. Statt des Zwei-Punkte-Rückstandes beim 66:64 hatten sich die Frankfurter in der Crunchtime auf 71:64 abgesetzt (36.). Eine Mix aus Konzentrationsschwächen mit Fouls und Ballverlusten, allein dieser Phase unterliefen Science City vier Turnover, besiegelten letztendlich den Spielausgang  zu Gunsten der Hessen.

 


 

Punkteverteilung: Washington 18, Wieskamp 18, Bank 10, Bohannon 7, Dunn-Martin 6, Herrera 5, Braxton 4, Biel 2, Krause, Carter – Lang (DNP)

 

Spielfilm: 1. Viertel 25:14 – 2. Viertel 37:34 – 3. Viertel 59:54 – 4. Viertel 79:70 

 

Kompletter Boxscore

 

 

 

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