Souveräner Hunderter zum Auftakt – Science City schlägt Knights mit 111:81
Mit einem gleichermaßen souveränen wie stark herausgespielten Hunderter startete Science City Jena am Dienstagabend bei den Kirchheim Knights in die neue Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Die Thüringer ließen über große Teile der 40 Minuten bei den Baden-Württembergern nichts anbrennen, dominierten die Gastgeber nach einem zunächst umkämpften Auftakviertel im weiteren Verlauf und feierten nach der Schlusssirene einen auch in dieser Höhe völlig verdienten Auftaktsieg. Während sich alle elf Akteure der Gäste in die Punktestatistik eintragen konnten, auch Jenas Neuzugänge kollektiv zu überzeugen wussten, avancierte Julius Wolf mit 21 Punkten zum Topscorer der Saalestädter. Dem Flügelspieler mit der Nummer 10 war es auch vorbehalten, die Punkte zum 100:68 (36.) im Korb der Teckstädter unterzubringen. Ruhig und besonnen von den beiden neuen Gesichtern im Jenaer Backcourt - Zamal Nixon (11 Assists) und Demarcus Holland (8 Assists) - dirigiert, lief das Spiel der Thüringer phasenweise wie an einer Schnur gezogen. Neben Stephan Haukohl, der allein im 2. Viertel mit 13 Punkten zu überzeugen wusste, präsentierten sich letztendlich alle Akteure von Science City Jena als kompakte Einheit und in enorm guter Frühform. Mit starkem Teamplay war es Science City gelungen, sich nach der 22:20-Führung des Auftaktviertels bis zur Halbzeitpause auf 50:32 abzusetzen. Auch nach der Rückkehr aus den Kabinen knüpften die Thüringer fast nahtlos an die geschlossene Mannschaftsleistung der ersten Hälfte an, erhöhten gleichermaßen Druck wie Vorsprung, um mit einem vorentscheidenden 82:52-Zwischenstand in das Schlussviertel abzubiegen. In den finalen zehn Minuten überzeugte dann primär die Nachwuchsabteilung der „Jenaer Jungs“, die den Auswärtssieg mit hochprozentig verwandelten Würfen sicher verwaltete. Frank Menz (Science City Jena): „Natürlich überwiegt zunächst die Erleichterung, dieses wichtige erste Spiel zum Auftakt der Saison gewonnen zu haben. Ohne längere Vorbereitungsphase und mit nur einem einzigen Testspiel war das hinsichtlich der Souveränität ein überraschend überzeugender Auftritt meiner Mannschaft. Ich freue mich, dass alle elf Spieler zweistellig Minuten, somit viel Einsatzzeit bekommen haben und sich jeder einzelne Spieler in die Statistik eingetragen hat. Die Jungs haben sehr guten Team-Basketball gezeigt und unsere drei Aufbauspieler Zamal, Demarcus und Vuk konnten in Summe 23 Assist geben, bei lediglich drei Ballverlusten. Auch wenn wir konditionell noch ein ganzes Stück vom Maximum entfernt sind, speziell im defensiven Bereich noch viel Nachholbedarf besitzen, stimmt dieser Auftritt optimistisch. Wir sollten jedoch, bei allem Respekt dem Kontrahenten gegenüber, jetzt nicht den Fehler machen, diesen Sieg überzubewerten. Unser nächstes Doppelspiel-Wochenende in Paderborn und Leverkusen dürfte als erste konkretere Standortbestimmung dienen. Mit zwei Spiele innerhalb von drei Tagen stehen wir vor der ersten großen Bewährungsprobe der Saison“. „Ich denke, dass wir eine super Teamleistung abgeliefert haben, einen guten Start hinlegen konnten und verdient mit den ersten beiden Pluspunkten heimkehren“, sagt Science-City-Rückkehrer Stephan Haukohl nach dem erfolgreichen Auftaktduell. „Wir haben als Team offensiv sehr gut agiert, alle Spieler der Rotation eingebunden und auch defensiv die Vorgaben zu großen Teilen umsetzen können. Kirchheim ist erst vor wenigen Tagen aus der Quarantäne zurückgekehrt. Das ist aus eigener Erfahrung eine schwierige Situation. Ungeachtet dessen freuen wir uns über den ersten Sieg im ersten Spiel. Natürlich haben wir noch genug Ansätze an denen wir arbeiten müssen. Dennoch verleiht der Erfolg und die Leistung viel Selbstvertrauen und Auftrieb für die bevorstehenden Aufgaben“, so Haukohl abschließend. „Wir haben als Mannschaft wirklich enorm gut zusammengespielt und speziell in der ersten Hälfte sehr intensiv verteidigt,“ blickt Topscorer Julius Wolf auf den ersten Sieg zurück. „Nachdem unser Team im 3. Viertel gut aus der Halbzeitpause gekommen ist, haben wir gemerkt, dass Kraft und Energie mit zunehmender Spielzeit abgenommen haben. Deshalb war es enorm wichtig, dass alle Jungs, egal ob Starter oder Bankspieler, einen guten Rhythmus hatten und problemlos übernehmen konnten. Wir haben endlich wieder mal ein Pflichtspiel absolviert, gemeinsam auf dem Parkett gestanden und werden uns in den kommenden Wochen und Monaten noch weiterentwickeln. Der Anfang ist gemacht und sah sehr vielversprechend aus“, so Wolf. Punkteverteilung Science City: Wolf 21, Smith 17, Lodders 14, Haukohl 13, Radojicic 12, Holland 9, Nawrocki 7, Jostmann 6, Bank 5, Heber 4, Nixon 3 Zwischenstände: 1. Viertel 20:22 – 2. Viertel 32:50 – 3. Viertel 52:82 – 4. Viertel 81:111
Vollständiges Scouting der Partie


