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Raphael Falkenthal im Interview vor seiner Leihe nach Bremerhaven: Es war sehr emotional, mit dem Heimatverein aufzusteigen

Auf dem Sprung aus Jena nach Bremerhaven befindet sich derzeit unser Youngster Raphael Falkenthal, der nach seiner einjährigen Leihe zu den Eisbären im Sommer 2026 an die Saale zurückkehren wird. Wir haben „Falko“ quasi im letzten Moment abgepasst und zum Kurzinterview gebeten. 

 

Moin Falko, alles schon gepackt für den Umzug nach Bremerhaven?

 

Am Samstag ist die Übergabe geplant: Bis dahin haben wir sicher gepackt und am Sonntag geht’s mit dem Wohnmobil meiner Eltern nach Bremerhaven. Da passt hoffentlich genug rein (lacht).

 

Anfang Juni die Aufstiegsfeier auf Mallorca, im Juli die Vorbereitung inkl. U20-EM in Heraklion, mit ein paar zusätzlichen Tagen Urlaub auf Kreta hintendran. Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Sommer?

 

Ich bin aktuell sehr zufrieden. Es gibt sicher schlimmere Sachen, wie man den Sommer verbringen kann. Mallorca hat super viel Spaß gemacht, obwohl ich nichts getrunken habe. Im Anschluss ging ja dann auch schon die Vorbereitung mit der U20-Nationalmannnschaft los. Das war eine harte Zeit mit intensiven Trainingseinheiten, oft zweimal am Tag. Die EM lief bis zum Spiel gegen Slownien sehr gut, anschließend hatten wir ein paar Probleme. Dennoch war es trotz der Entwicklung in der K.o.-Runde eine gute Erfahrung. Nach dem Turnier haben wir den Sommer mit einem schönen Familien-Urlaub auf Kreta beendet. Grundsätzlich waren es ein paar schöne Wochen.

 

Deine Entwicklung innerhalb des zurückliegenden Jahres verlief enorm positiv. Welcher Moment war dein persönliches Highlight und der bleibende Moment des Jahres mit dem Team, wenn du auf die letzten 12 Monate zurückschaust?

 

Der prägendste Moment der letzten Monate war ganz klar der Aufstieg in Spiel 4 in Gießen. Es war sehr emotional, mit dem Heimatverein aufzusteigen, nachdem man den letzten Aufstieg vor neun Jahren noch als kleiner Fan selber noch im Publikum bejubelt hat. Das war schon alles sehr krass. 

 

Von wem hast du die meisten Tipps für die kommende Saison in Bremerhaven bekommen?

 

Natürlich waren das meine Eltern, die versucht haben, mir im Vorfeld wichtige Ratschläge zu geben. Sie haben mich schon sehr unterstützt und geholfen, mit der auf mich zukommenden neuen Situation klarzukommen. 

 

Kennst du schon einige deiner neuen Mannschaftskollegen bei den Eisbären? 

 

Tatsächlich kenne ich noch gar keinen der Jungs, lasse mich aber überraschen und freue mich auf die neuen Gesichter.

 

Hast du dir schon ein Dyn-Abo zugelegt, um deinen Jenaer Heimatverein auch während der Saison verfolgen zu können? 

 

Aber natürlich. Direkt an dem Abend, an dem wir in Gießen aufgestiegen sind, habe ich mir das Abonnement geholt. (lacht). Nein, mal im Ernst. Ich hatte es vorher schon und werde es natürlich behalten, um mit ein paar Jenaer Spiele anzuschauen, wenn es zeitlich passt.

 

Es ist ja das erste Mal, dass du dich über einen längeren Zeitraum aus deinem gewohnten Umfeld verabschiedest. Bereitet dir das Sorgen oder nimmst du wie es kommt?

 

Ich nehme es einfach so, wie es kommt. Aktuell habe ich noch keine Sorgen oder spüre irgenwelche Nervosität. Die ersten Wochen werden sich wahrscheinlich schon etwas seltsam anfühlen, aber daran werde ich mich gewöhnen und nach einer gewissen Zeit wird sich diese Anspannung legen.

 

Statt Jena hat Bremerhaven im Pokal (leider) das Los Oldenburg erwischt. Freust du dich auf das Derby oder wäre es für dich nicht viel cooler gewesen, gegen Science City zu spielen?

 

Für mich persönlich wäre es schon sehr geil gewesen, wenn wir gegen Jena gelost worden wären. Allein für Bremerhaven, den Club, das Umfeld und jede andere Person ist es aber ein wesentlich attraktiveres Los, im Derby gegen Oldenburg anzutreten. Hätten wir gegen Jena gespielt, wäre es nur cool für mich gewesen, so freut sich die ganze Stadt auf ein Derby. Insofern ist schon das bessere Los für die Eisbären.

 

Du kennst ja nun das Gefühl des Aufsteigens mit Jena. Steven Esterkamp ist ein ehrgeiziger Coach. Mit welchen Ambitionen startet Bremerhaven in die Saison und welche Ziele hast du persönlich? 

 

Also für mich persönlich geht es darum, mich weiterzuentwickeln, viele Erfahrungen zu sammeln, körperlich physischer zu werden und mich auf die BBL vorzubereiten. Auch wenn das Saisonziel in Bremerhaven noch nicht konkret definiert wurde, stehen die Playoffs und ein Aufstieg sicher weit oben auf der Liste. Als Team spielst du eine Saison ja immer, um maximal erfolgreich zu sein. Es wäre schon krass, wenn ich Back-to-Back-aufsteigen könnte. Aber das wollen letztendlich auch viele andere Clubs. Am Ende müssen wir schauen, wie weit wir kommen können.

 

Viel Erfolg in Bremerhaven und bis zum Wiedersehen, Raphael! 

 

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