Nürnberger Falken im Anflug - Jena empfängt alten Bekannten aus Mittelfranken
Mit einem Heimspiel gegen die Nürnberg Falcons BC läutet Science City Jena das letzte reguläre Saison-Drittel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ein, dass es auf den letzten Metern noch einmal ordentlich in sich hat. Bei insgesamt neun Begegnungen, die bis zum 10. April 2021 innerhalb von fünf Wochen zu absolvieren sind, wartet ein echtes Mammutprogramm auf die Saalestädter. Den Anfang macht dabei die Partie gegen einen alten Bekannten aus Mittelfranken, die Nürnberg Falcons. Nachdem das am Freitagabend auf 18.30 Uhr vorgezogene Jenaer Heimspiel gegen die Mannschaft von Headcoach Ralph Junge gleichzeitig den Auftakt für ein Doppelspiel-Wochenende bildet, gastiert Science City bereits am Sonntagnachmittag um 17.00 Uhr bei den Gladiators in Trier.
Wie gewohnt werden die Fans beider Vereine die Möglichkeit haben, ihrem jeweiligen Favoriten die Daumen zu drücken. Sportdeutschland TV überträgt das Duell – inkl. ausführlicher Vorberichterstattung und Pressekonferenz im Nachgang der Begegnung – live.
Hier geht es direkt zum Spiel am Freitagabend.
Zahlreiche Schlachten haben beide Konkurrenten seit ihrem ersten Aufeinandertreffen unmittelbar nach der Jahrtausendwende bereits mit und gegeneinander geschlagen, enge Spiele, Blowouts und dramatische Duelle inklusive. Geht es nach der aktuellen Tabellenkonstellation ohne Überraschungsfaktor, startet Science City als aktueller ProA-Spitzenreiter aus einer klaren Favoritenrolle gegen die mehrfach von Covid-19 betroffenen Gäste ins Spiel. Wohl nicht zuletzt aufgrund des hohen Infektionsgeschehens kann man das bisherige Spieljahr der Falcons in der Rubrik „verkorkst“ abheften. Dennoch wird sich das Ex-Team von Jenas Flügelspieler Stephan Haukohl am Freitagabend in Jena-Burgau keinesfalls davon abhalten lassen, es dem der langjährigen Liga-Rivalen beweisen zu wollen.
Seit dem Saisonauftakt gleich mehrfach durch positive Corona-Befunde gebeutelt, stehen magere drei Erfolgserlebnisse in der Tabellenspalte der Siege als Kontrast zu 14 kassierten Niederlagen gegenüber. So blicken die Pegnitzstädter derzeit mit sechs Pluspunkten und der Roten Laterne auf die verbleibende Tabelle der ProA. Aufgrund der Entscheidung, den Abstieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga für diese Saison auszusetzen, können die Franken jedoch erfreulicherweise auch weiterhin zweitklassig planen und ihren Fokus zeitnah auf die kommende Saison richten.
Statistisch angeführt von US-Import Tra Holder (14.1 PpG, 3.1 ApG), dem deutschen Scharfschützen Sebastian Schröder (11.5 PpG, 48.3 % 3PT) sowie Nürnbergs ungarischem Spielaufbau Marcell Pongo (10.5 PpG, 5.2 ApG) lässt Coach Junge oft und tief rotieren, so dass im Durchschnitt keiner seiner Akteure die Marke von 27 Minuten pro Partie überschreitet. Entsprechend breit aufgestellt, nutzen die Falcons auch ihre Größenvorteile im Frontcourt, wo mit dem 2,11m großen Center Jonathan Maier (10.5 PpG, 5.5 RpG), dem 2,10m großen Moritz Sanders (8.6 PpG, 3.8 RpG) und dem 2,04m großen, äußerst beweglichen Flügelspieler Philipp Daubner genug Arbeit auf Jenas Big Men wartet. Abgerundet durch Akteure wie den Ex-Rostocker Martin Bogdanov, Power Forward Mario Kegler oder Swingman Jackson Kent ist Science City gut beraten, den fränkischen Falkenhorst nicht abheben zu lassen.
Erfreulichen News gibt es unterdessen aus der Science-City-Abteilung der Langzeitverletzten zu berichten. So ist Jenas Kapitän Dennis Nawrocki am Montag in das Mannschaftstraining zurückgekehrt und dürfte am Freitagabend zumindest zum Spieltageskader der Ostthüringer gehören. Auch der in den zurückliegenden Tagen seinen 27. Geburtstag feiernde Demarcus Holland macht in Zusammenarbeit mit Athletiktrainer Alexander Smolenski und Physiotherapeut Thomas Kyak gute Fortschritte in der Reha, wird aber vor Ende März nicht zurückerwartet. Alles in allem dennoch recht positive Nachrichten, die den Konkurrenzkampf um Minuten bei den Saalestädtern steigern und verschärfen, der vor dem Start in das letzte Drittel des regulären Spieljahres mit kurzen Intervallen zwischen den Begegnungen allerdings auch Gold wert ist.


