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Nicht ausreichend frankiert – Science City Jena unterliegt Playoff-Anwärter Würzburg mit 69:87

Das Warten auf einen endgültigen Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt entwickelt sich aus Jenaer Sicht zu einem echten Cliffhanger. Die Mannschaft von Björn Harmsen unterlag am Samstagabend den Fitness First Würzburg Baskets vor 2.741 Zuschauern mit 69:87 und hat nur zwei Tage Zeit, um sich auf das bevorstehende Heimspiel am Dienstagabend um 18.30 Uhr gegen Braunschweig vorzubereiten. Beim Schlagabtausch gegen das Tabellenschlusslicht aus Niedersachsen steht neben den beiden essentiell wichtigen Pluspunkten die Unterstützung des AndersGleich e.V. im Fokus. Im diesjährigen Charity Game 2026 trägt Science City nach einem Online-Voting seiner Fans das Brustlogo des Jenaer Vereins, der sich für die Bedürfnisse von Menschen mit Handicap engagiert. (hier bekommt Ihr Tickets online

 

 


 

Sasa Filipovski (Headcoach Fitness First Würzburg Baskets): „Glückwunsch an mein Team, an meinen Staff und den mitgereisten Fans, der uns heute großartig unterstützt hat. Dieser Sieg war nach den beiden Niederlagen, in denen wir mehr als einhundert Punkte kassiert hatten, enorm wichtig. Wir haben über weite Phasen als Team gut zusammengespielt und hart für diesen Erfolg gekämpft. Glückwunsch trotz des Resultats aber auch an Jena, die als Newcomer eine solide Saison gespielt haben, obwohl sie in der Saison ihre Mannschaft umbauen mussten. Am meisten freue ich mich für unser Team sowie unsere Fans, die mit nach Jena gekommen sind, um uns so stark zu supporten. Es war schön, in dieser Atmosphäre den Rückhalt des eigenen Anhangs zu spüren. Ich wünsche Jena alles Gute für die nächsten Wochen und uns, dass wir in den kommenden sechs Spielen eine ähnlich starke Leistung abrufen können, um uns einen Playoff-Platz zu sichern.“ 

 

Björn Harmsen (Headcoach Science City Jena): „Glückwunsch an Würzburg. Unser Gegner war super physisch, hat exzellent verteidigt und aufgrund der Unzufriedenheit nach den beiden letzten Niederlagen genau das gemacht, was sie machen mussten, um heute hier zu gewinnen. Sie haben in dem Spiel das abgerufen, was sie im bisherigen Saisonverlauf ausgezeichnet und erfolgreich gemacht hat. Für uns war es schon in der ersten Halbzeit schwierig, mit dieser Physis umzugehen. Wir sind nicht ins Laufen gekommen, weil wir keine Stopps generieren konnten und deswegen war das heute ein absolutes Würzburg-Spiel, langsam, sehr Halbfeld-orientiert, wenig Fastbreak-Basketball. In der zweiten Hälfte haben wir zwar besser gereboundet und bekamen auch die Chance wieder heranzukommen. Allerdings ist Würzburg eben auch ein gutes Team und sie haben es mit ihrer Qualität bis zum Ende gut gemacht.“ 

 


Zum Spiel: Die von Uchenna Iroegbu statistisch mit 15 Punkten angeführten Thüringer präsentierten sich, wie schon am Ostermontag in Bamberg, nicht ausreichend frankiert und blieben insbesondere offensiv hinter den Erwartungen zurück. Der Playoff-Anwärter vom Main überzeugte hingegen mit enormer Physis unter den Körben, dem daraus resultierenden Reboundvorteil sowie seinen beiden Topscorern Davion Mintz und Brae Ivey, die jeweils 17 Punkte erzielten.

 

Während Science City lediglich im Startviertel dagegenhalten konnte, bis zum 15:14 (7.) nach einem Halbdistanz-Wurf von Robin Christen in Führung lag, kippte die Begegnung anschließend überwiegend selbstverschuldet in die Richtung der Gäste. Die Fitness First Würzburg Baskets nutzten dabei sowohl Ballverluste als auch Abschlussschwächen der Hausherren, um das Duell zu drehen. Nach einem 10:1-Run am Ende der ersten Viertelpause mit 16:24 in Front liegend, setzte Würzburg auch zu Beginn des zweiten Abschnitts konsequent nach. Obwohl Keith Braxton kurzzeitig auf 18:24 verkürzt hatte, wurden die Thüringer anschließend von einem 11:0-Lauf erwischt, der die Rollen dieser Partie beim Score von 18:35 (15., Christian Sklandanovski, 3er) immer konkreter sortierte. Nachdem sich in der Folge auch Jonathan Stove mit seinem Dreier zum 21:40 (16.) in die Riege der Würzburger Scharfschützen eingetragen hatte, war Jena zum zweiten Timeout gezwungen. Doch auch nach der Auszeit fanden die Hausherren bis zum 28:43-Halbzeitstand nur selten offene Looks wie beim Distanzwurf von Joe Wieskamps zum zwischenzeitlichen 25:40. Insbesondere die statistisch massive Lücke bei den Rebounds (Jena 14; Würzburg 27, darunter 9 Offensiv-Rebounds) hatten den Mainfranken 18 Second Chance Points beschert. 

 

Nach dem Start in die zweite Hälfte schien Science City besser in die Begegnung finden zu können, als Center Alex Herrera in der 22. Minute via Dunk auf 33:46 verkürzte. Doch die Mainstädter konterten umgehend auf 36:55 (24.) und zwangen Björn Harmsen in dieser Phase zu zwei Auszeiten innerhalb von 44 Sekunden. Von den beiden Timeouts unbeeindruckt, spulten die Gäste jedoch auch weiterhin äußerst stabil ihr Programm herunter und lagen nach einem 4-Punkt-Spiel von Brae Ivey zum 42:64 (28.) erstmalig mit über 20 Punkten vorn. Obwohl die Entscheidung zu Gunsten der Baskets gefallen schien, gelang es Science City im Schlussviertel noch einmal den Türspalt zu einer Aufholjagd öffnen zu können. Bis auf 66:77 (36., Joe Wieskamp, FTs) hatten die Hausherren verkürzt, bevor die Chance auf ein Comeback allerdings ebenso schnell verpuffte, wie sie gekommen war. Nach sieben aufeinanderfolgenden Punkten durch Mintz, Carr und Edigin Jr. auf 66:84 (38.) enteilt, war die Klinke endgültig ins Schloss gefallen.

 


Punkteverteilung: Iroegbu 15, Wieskamp 11, Bank 8, Krause 8, Braxton 7, Herrera 6, Carter 6, Christen 4, Franklin 2, Pagenkopf 2, McNair

 

Spielfilm: 1. Viertel 16:24 – 2. Viertel 28:43 – 3. Viertel 48:67 – 4. Viertel 69:87

 

Kompletter Boxscore

 

Die Dyn-Highlights des Spiels

 

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