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Neu bei Medipolis SC Jena – Teil 1: Nachwuchstrainer Asil Aydin

 

 

 

 

 

 

„Jeder Spieler wird seine Chance bekommen“, sagt Asil Aydin. Der 26-jährige Berliner verstärkt seit dem zurückliegenden Sommer das Trainerteam im Nachwuchsbereich von Medipolis SC Jena. Als Coach der U18, Assistenztrainer von Torsten Rothämel in der Jenaer NBBL-Auswahl und als Coach im Training der JBBL (U16) fungiert Asil Aydin nicht nur an der Seitenlinie, sondern zugleich als wichtiges Bindeglied zwischen den Teams unterschiedlicher Altersklassen. Nach seinen bisherigen Stationen in Berlin, über Potsdam und Wedel an der Saale angekommen, baten wir eines der neuen Gesichter im Club zum Interview.

Asil, Du bist seit August diesen Jahres Trainer der Jenaer U18 und NBBL. Wie bist Du ursprünglich zum Basketball gekommen?

Das war ein großer Zufall. Meine Mutter wollte, dass ich mehr unter Menschen komme und Kontakt zu anderen Kinder knüpfe. Also hat sie mich im Alter von sechs Jahren zum Basketball geschickt. In der Jugend habe ich bei der BG 2000 Berlin gespielt. Wir wurden Deutscher Meister mit der U14. Später bin ich zu den Berlin Tigers gewechselt und war dort parallel Spieler und Trainer.

Warum bist Du anschließend nach Potsdam gewechselt?

Im Jahr 2019 wurde der Basketball-Standort in Potsdam gegründet, der mit einem riesigen Hype gestartet ist. Ich hatte einen guten Draht zum damaligen Trainer und wir wollten gleich mit Teams in der JBBL und NBBL antreten. Ich war Co-Trainer in der 2. Regio-Mannschaft und zugleich Jugendkoordinator. Die Saison wurde dann Corona-bedingt abgebrochen.

Wie hast Du die Auszeit genutzt?

Ich hatte überlegt, wie ich mich weiterbilden kann. Also begann ich eine Ausbildung zum Fitness- und Ernährungsberater, habe die A-Lizenz als Trainer erworben und bin dadurch in dem Zusammenspiel von Basketball – Athletik – Ernährung gut aufgestellt. In dieser Zeit war ich in einem Fitnessstudio beschäftigt, das eine enge Kooperation mit Alba Berlin verbindet. Somit kamen in der Off-Season regelmäßig Spieler vorbei wie Maodo Lô und die Wagner-Brüder vorbei, mit denen ich speziell im athletischen Bereich arbeiten konnte.

Bevor ich in diesem Sommer nach Jena gewechselt bin, war ich an der Hamburger Stadtgrenze in Wedel als Trainer des Frauen-Teams in der 2. Bundesliga sowie als Assistenztrainer der Herren in der Pro B Bundesliga aktiv.

Wann hattest Du Deine ersten Berührungspunkte mit dem Jenaer Basketball?

Das war bereits im Jugendbereich, als wir u. a. 2019 in den JBBL-Playoffs gegen das Team von Torsten Rothämel angetreten sind. Sie hatten einen starken Kader, nahmen unsere Guards aus dem Spiel und wurden bekanntlich erst im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft von Bayern München gestoppt.

Vor und nach meiner Station bei Rist Wedel gab es einen regelmäßigen Austausch mit Torsten. Als Anfang 2022 eine Ausschreibung als Jugendtrainer in Jena veröffentlicht wurde, hatte ich mich beworben. Es folgten Gespräche, ein Probetraining, weitere Gespräche und schließlich die Entscheidung, als U18-Trainer Teil des gemeinsamen Projekts zu werden.

Welches Ziel habt Ihr dieses Jahr?

Wir haben in Jena sehr talentierte Spieler, die für die NBBL zu jung sind, jedoch im Rahmen der Serie auch auf Gegner treffen, die NBBL spielen können. Primäres Ziel wird es sein, die Spieler und das Team weiterzuentwickeln, sodass alle Jungs den nächsten Schritt ihrer Entwicklung gehen und in der NBBL anknüpfen können. Was ich versprechen kann: jeder Spieler wird seine Chance bekommen und wird dann gefordert sein, diese zu nutzen. An erster Stelle steht immer das Team und wir haben nur dann Erfolg, wenn sich niemand scheut auch die sogenannte „Drecksarbeit“ zu übernehmen.

Wie schätzt Du den Standort Jena im Jugendbereich ein?

Ich bin erst seit wenigen Wochen da, insofern ist es wohl noch etwas früh für ein abschließendes Fazit. Mein Eindruck ist, dass die vorhandenen Strukturen im Jugendbereich sehr gut entwickelt sind, um eine professionelle Entwicklung der Spieler zu ermöglichen. Das ist selbst an einigen BBL-Standorten nicht selbstverständlich.

Wie kannst Du Dein Spezialwissen im täglichen Umgang mit den Teams einbringen?

Ich entwickle u. a. Trainingspläne, woran die Jungs im Fitnessbereich arbeiten sollen. Dabei geht es neben den Themen Kraft und Muskelaufbau zum Beispiel um muskuläre Dysbalancen. Wir konzentrieren uns auf bestimmte Muskelgruppen, die im Basketball wichtig sind, aber zu wenig trainiert werden bzw. besonders verletzungsanfällig sind.

Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Wir wünschen Euch maximal Erfolg in dieser Saison.

 

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