Nachträgliche Bescherung bleibt aus – Science City Jena verliert in Ludwigsburg mit 82:91
BBL-Aufsteiger Science City Jena und seine Fans müssen sich beim Warten auf den ersten Sieg nach der Länderspielpause weiterhin in Geduld üben. Das Harmsen-Team unterlag am Samstagabend bei den MHP RIESEN Ludwigsburg mit 82:91 und verpasste eine nachträgliche Bescherung im Verlauf einer späten Aufholjagd letztendlich nur um Haaresbreite.
Trotz eines zwischenzeitlichen Rückstands von 20 Punkten (21., 29:49) war es den Thüringern gelungen, ein Comeback zu starten und kurz vor dem Ende auf 82:82 auszugleichen (39., Eric Washington 3er). Allerdings konterten die Baden-Württemberger bereits im direkten Gegenzug wieder auf 82:85, bevor sie ihren Sieg in der Schlussminute über die Zeit bringen konnten. Von Kapitän Eric Washington als Topscorer mit 27 Punkten angeführt, waren es auch in dieser Partie dürftige Quoten aus der Distanz (7/30, 23%) und von der Freiwurflinie (17/27, 63%), die Science City ein mögliches Erfolgserlebnis kosteten.
Für Jenas Coaching Staff und das Team bleibt nach diesem Duell nur wenig Zeit, um sich auf das letzte Spiel des Jahres vorzubereiten. Bereits am Montagabend, dem 29. Dezember um 20.00 Uhr, gastieren die Telekom Baskets Bonn mit Jenas Aufstiegsheld Zach Cooks in der Sparkassen-Arena. (Restkontingent der Tickets hier online, nur noch Stehplätze verfügbar).
Mikko Riipinen | Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg: „Es war ein Rollercoaster-Game! Ich denke, dass jeder innerhalb des Teams und darum, viele Dinge zu kanalisieren versucht, die ihn ins Spiel zurückbringen. Es ist wichtig für uns, diese Dinge auszubalancieren. Heute haben wir, würde ich sagen, 30+ Minuten guten Basketball gespielt, wir haben Jena in der Defensive bei einer geringen Punkteausbeute gehalten und haben eine Menge gute Würfe getroffen. Danach haben wir einen Zeitpunkt im Spiel erreicht, in dem wir einige Fehler gemacht und unsere Unerfahrenheit in einigen Momenten leider verdeutlicht haben. Das hat Jena zurück ins Spiel gebracht. Das haben wir nicht gut gemacht. Was wir hingegen gut gemacht haben: Wir haben aus den letzten Partien gelernt, wie wir mit solchen Situationen umgehen müssen – nachdem wir schlecht gehandelt haben. Wir haben es einfach gehalten, kamen zurück zu dem, was wir eigentlich machen wollten. Das hat uns den Sieg gebracht! Zudem möchte ich einen Extra-Dank an unsere Fans aussprechen! Sie sind großartig, haben uns durch all diese Ups und Downs begleitet und wirklich versucht, uns diesen Extra-Push zu geben. Ich bin sehr dankbar dafür! Für uns war es sehr gut, in dieser Situation zu sein. Die Nerven zu spüren, den Druck zu spüren. Zu merken: Passiert uns das erneut? Oder können wir das lösen? Retrospektiv ist es natürlich besser aus der realen Situation zu lernen, was wir heute getan haben. Aber natürlich müssen wir an mehreren Dingen arbeiten, aber heute und bei diesem Spiel sind wir am Ende auf der richtigen Seite der Ziellinie.“
Björn Harmsen | Headcoach Science City Jena: „Glückwunsch an Ludwigsburg! Wir haben sehr schlecht ins Spiel gefunden und haben natürlich diese Personalsorgen, die uns in den letzten Wochen schwer zu schaffen machen. Taktisch wollten wir viele Würfe von außen an Ludwigsburg abgeben. Diese haben sie getroffen, deswegen sind sie auch derart weggezogen. Wir wussten natürlich aber auch aus den letzten beiden Spielen, dass sie hohe Führungen vergeben haben und wir eine Siegchance haben, wenn wir einige Dinge umstellen und den Glauben nicht verlieren. Und so lief es dann auch! Beim 82:82-Zwischenstand dachte ich, dass das Momentum total bei uns ist, aber wir haben dann leider defensiv zwei Fehler gemacht, aus denen Ludwigsburg zu einfach gescort hat – und dann war das Spiel auch einfach vorbei.“
Eric Washington | Topscorer Science CIty Jena: „Es war ein hartes Spiel und eine am Ende schmerzhafte Niederlage. Trotz des zwischenzeitlich hohen Rückstands haben wir uns jedoch nicht aufgegeben, sondern hart gekämpft und ein Comeback gestartet. Auch wenn es letztendlich nicht zum Sieg gereicht hat, müssen wir weiterhin auf unseren Prozess vertrauen. Unter Berücksichtigung der derzeitigen Situation bin ich mit unserer Entwicklung nicht unzufrieden. Wir müssen einfach weiterkämpfen.“
Punkteverteilung: Washington 27, Braxton 17, Dunn-Martin 10, Herrera 7, Wieskamp 6, Krause 4, Bank 4, Carter 4, Bohannon 3, Biel
Spielfilm: 1. Viertel 29:19 – 2. Viertel 45:29 – 3. Viertel 66:52 – 4. Viertel 91:82
Die Dyn-Highlights dieses Spiels


