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Medipolis SC Jena bringt 82:73-Auswärtssieg aus Düsseldorf nach Hause

 

 

 

 

 

 

Medipolis SC Jena bleibt in der noch jungen Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga auch am 2. Spieltag ungeschlagen. Das Team von Trainer Domenik Reinboth gewann am Samstagabend bei ProA-Aufsteiger ART Giants Düsseldorf verdient mit 82:73 und setzt sich im oberen Tabellendrittel der Liga fest. Während die Thüringer zwischenzeitlich bis auf 19 Punkte (22. Min, 56:37) enteilt waren, gaben sich die Nordrhein-Westfalen nie auf und verkürzten bis zur 36.Minute noch einmal auf 74:70. Im Schlussspurt ließen sich die Saalestädter aber nicht mehr fangen und brachten den zweiten Saisonsieg mit all ihrer Erfahrung nach Hause.

Center Björn Rohwer avancierte mit 17 Punkten zum Topscorer seines Team und überraschte dabei u.a. mit einer hundertprozentigen Quote aus der Distanz (3/3). Neben Jenas 2.13m großen Hünen trugen sich ebenfalls Aufbauspieler Storm Murphy, Flügel Shaquille Hines und Kapitän Brandon Thomas mit einem zweistelligen Score in die Statistik ein. Seinen ersten Saisonauftritt feierte Vuk Radojicic, der zuletzt in Paderborn aufgrund von Rückenproblemen noch pausieren musste. Erstmalig im ProA-Pflichtspielkader stand unterdessen Youngster Raphael Falkenthal aus dem Nachwuchsprogramm der Saalestädter.

Nach den beiden bisherigen Siegen auf fremden Parkett darf sich die Mannschaft am kommenden Wochenende auf ihr langersehntes, erstes Duell in der Sparkassen-Arena freuen. Medipolis SC Jena empfängt am Samstag, den 15. Oktober ab 19.00 Uhr die Kirchheim Knights zum Heimspielauftakt. Tickets gibt es hier onlinesowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Domenik Reinboth (Headcoach Medipolis SC Jena): „„Wir sind gut ins Spiel reingekommen, haben zum Ende des ersten Viertels aber einen unnötigen Lauf kassiert, da wir in dieser Phase nicht aggressiv genug waren. Bis zur Halbzeitpause konnten wir zu unserer Linie zurückfinden und einen verdienten Vorsprung herausarbeiten. Der dritte Abschnitt verlief insgesamt ziemlich zerfahren, bevor uns in den entscheidenden Situationen des Schlussviertels die richtigen und wichtigen Plays gelungen sind. Mit dem Rebounding können wir ebenso wenig zufrieden sein wie mit unserer Transition Defense. Insgesamt haben sich gute und schlechte Phasen zu häufig abgewechselt. An dieser Stelle werden wir ansetzen müssen, um mehr Konstanz in unser Spiel zu bekommen. Vor uns liegt jetzt eine komplette Trainingswoche, in der wir uns auf das erste Heimspiel freuen und vorbereiten werden“.

Brandon Thomas (Kapitän Medipolis SC Jena): „In dieser Liga wird es über die Saison gesehen keine Selbstläufer geben. Insofern können wir stolz auf unseren zweiten Auswärtssieg sein. Wir haben phasenweise gut verteidigt, müssen jedoch weiter an unserem Rebounding arbeiten und versuchen, die Möglichkeiten des Gegners noch stärker zu limitieren. Dieses Team kämpft und hält zusammen. Ich freue mich darauf, in der kommenden Woche gemeinsam mit den Jungs darauf hinzuarbeiten, um für das erste Heimspiel am Samstagabend gut vorbereitet zu sein“.

Björn Rohwer (Topscorer Medipolis SC Jena): „Nachdem wir ganz gut ins Spiel gestartet waren, haben wir uns am Ende des Viertels zu viele unnötige Fehler geleistet, die von den Giants mit einfachen Punkten bestraft wurden. Bis zur Halbzeit konnten wir uns defensiv stabilisieren und auf 14 Punkte absetzen. Die zweite Hälfte haben wir größtenteils kontrolliert und unseren Vorsprung über das dritte Viertel verteidigt, bevor uns am Ende in den Schlüsselsituationen die entscheidenden Punkte gelungen sind. Unterm Strich zählt nach so einem Duell 'Hauptsache gewonnen'. Wir haben sicher noch genügend Baustellen, an denen wir arbeiten müssen, sind aber froh, mit zwei Auswärtssiegen in unser erstes Heimspiel starten zu können“.

Shaquille Hines (Flügelspieler Medipolis SC Jena): „Die Mannschaft hat den Gameplan über weite Teile des Duells gut umgesetzt und immer wieder gepunktet, als es notwendig wurde. Wir sind ruhig geblieben, haben als Team zusammengespielt und konnten uns auch in den engen Phasen des Spiels behaupten. Wir wussten aufgrund unserer Vorbereitung um Düsseldorfs Stärken, hatten letztendlich immer wieder die richtigen Antworten parat und sind als verdienter Gewinner vom Parkett gegangen. Für mich war es ein guter Sieg und der Beweis, dass wir uns als Einheit in die richtige Richtung entwickeln. Natürlich liegt noch viel Arbeit vor uns, um das komplette Potenzial unseres Teams abzurufen. Nach zwei Auswärtsspielen, bei zwei nicht einfach zu spielenden Gegnern, steht unsere Bilanz bei 2:0 und das ist erst einmal ein gutes Fundament, auf das wir aufbauen können“.

Zum Spiel: Von Moritz Plescher mit zwei erfolgreichen Dreiern früh auf Kurs gebracht, war es Medipolis SC Jena wie schon in Paderborn gelungen, sich zu Beginn des Auftaktviertels einen komfortablen Vorsprung zu erspielen. Nach einem Korb von Scootie Guyton bereits auf 8:20 (6.,) enteilt, unterliefen den Thüringern jedoch die ersten Nachlässigkeiten, welche von den Giants enorm effektiv bestraft wurden. Ein Dreier von Aufbauspieler Ryan Richmond (18 Pkt.), Düsseldorfs Dreh- und Angelpunkt, kippte die Partie 22 Sekunden vor der Viertelpause endgültig in Richtung der Hausherren – 25:24.

Die Jenaer schüttelten sich kurz, zogen ihre defensiven Daumenschrauben wieder fester und erlaubten ihrem Kontrahenten bis zur Halbzeitpause lediglich schmächtige elf Zähler. Auch am offensiven Ende des Parketts war das Team von Domenik Reinboth zum Rhythmus der Anfangsminuten zurückgekehrt, um dieser Begegnung den erhofften Drive zu geben. Nach zwei verwandelten Freiwürfen sowie einem erfolgreichen Distanzwurf durch Brandon Thomas zum 36:47 (20.) legte Jenas Center Björn Rohwer einen weiteren Dreier nach, der parallel zur Halbzeitsirene durch die Düsseldorfer Reuse rutschte – 36:50.

Mit dem Start in die zweite Hälfte blieben die Saalestädter zunächst griffig, giftig und konsequent. Jenas „neuen Scharfschützen" Björn Roher war es in der 22.Minute vorbehalten, mit seinem dritten (final 3/3) erfolgreichen Distanzwurf zum 37:56 für den höchsten Vorsprung seines Teams zu sorgen. Im weiteren Verlauf dieses Viertels neutralisierten sich beide Mannschaften, bevor es mit dem Zwischenstand von 53:66 in den Schlussabschnitt ging.

Hier erwischten die Nordrhein-Westfalen den besseren Start, schmolzen Jenas Führung im Minutentakt und atmeten nach einer intensiven Aufholjagd bis zur 36. Minute die zweite Luft. Der 23-jährige Azzurri Jacob Rigoni hatte die Gastgeber mit seinem Dreier zum 70:74-Anschluss tatsächlich noch einmal in Schlagdistanz gebracht. Einmal mehr konnten sich die Thüringer in der Crunchtime auf ihre Veteranen verlassen. Nach einem unsportlichen Foul von Lennart Boner an Shaq Hines traf Jenas erfahrener Flügel zunächst von der Linie, bevor Kapitän Brandon Thomas mit dem statistisch sichersten aller Würfe – einem Dunk – den Vorsprung auf 70:77 anwachsen ließ.

Für die endgültige Handkante und das stattlichste Highlight der gesamten 40 Minuten sorgte derweil Björn Rohwer mit gleich zwei prickelnden Aktionen in einer einzigen Szene 150 Sekunden vor Ultimo. Zunächst blockte der 2.13m Hüne am defensiven Brett Düsseldorfs Booker Coplin beim Versuch eines Korblegers, bevor er sich mit dem Ball auf den langen Weg über das gesamte Parkett machte und via Layup zum 70:81 vollendete. Nach diesem Musterbeispiel eines „Coast to Coast“ im Wurf von Rigoni unsportlich gefoult, legte der Center per Freiwurf zum 70:82 nach und schloss das Jenaer Kapitel des 2. Spieltages.

Punkteverteilung Medipolis SC Jena: Rohwer 17, Murphy 16, Hines 16, Thomas 14, Plescher 7, Guyton 5, Haukohl 3, Schmitz 2, Fahrensohn 2, Radojicic – Falkenthal (DNP)

Spielfilm: 1. Viertel 25:24 – 2. Viertel 36:50 – 3. Viertel 53:66 – 4. Viertel 73:82

Kompletter Boxscore

Das Spiel im Re-Live auf Sportdeutschland TV

 

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