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Leverkusener Lektion für die Zukunft – Culture City unterliegt deutschem Rekordmeister knapp mit 66:68

Am Ende leuchtete eine äußerst knappe 66:68-Niederlage von der LED-Tafel, die im ersten Moment zwar schmerzte, Culture City aber eine wichtige Lektion für die Zukunft mit auf den Weg gab. Das Team von Cheftrainer Farsin Hamzei hatte am Sonntagabend dem favorisierten Rekordmeister BAYER GIANTS aus Leverkusen einen erbitterten Kampf geliefert und sich erst mit der Sirene geschlagen geben müssen.

 

Während es die Thüringer in der Schlussminute mehrfach verpasst hatten, für die Überraschung des ProB-Spieltages zu sorgen, besitzt das Resultat dennoch viel Potenzial für einen Lerneffekt. Schließlich hatten die Ilmstädter den deutschen Rekordmeister vom Rhein im Verlauf der 40 umkämpften Minuten am Rande einer Niederlage, vergaben ihre drei letzten Würfe jedoch mehr oder weniger knapp. So kam der Aufstiegsaspirant mit einem blauen Auge davon, dessen Headcoach Mike Koch in der anschließenden Pressekonferenz den Ausgang dieses Duells durchaus realistisch einzuordnen wusste. 

 

Mike Koch (Headcoach Leverkusen): „Zuallererst – auch wenn sich das immer etwas blöd anhört – Glückwunsch an Weimar und an den Coach für die Leistung, die sie heute abgerufen haben. Wir haben es vor zwei Wochen in Oberhaching bereits erlebt: Es ist nicht so einfach, in dieser Liga auswärts zu bestehen. Es gibt Mannschaften, die einen extrem physischen und schnellen Basketball spielen. Dazu gehört auch Weimar. Damit haben sie uns heute sehr, sehr oft wehgetan. Am Ende hatte Weimar 16 Offensiv-Rebounds und wir 21 Turnover. Das zeigt schon, dass Weimar sehr viel Druck ausgeübt und uns aus unserem Konzept herausgepresst hat. Wir haben es nicht verstanden, konstant Lösungen zu finden. Ab und zu haben wir sie gefunden, aber eben nicht konstant. Deshalb bin ich mit unserer Verteidigung zufrieden. 66 Punkte auswärts – ich glaube, damit kann man leben. Aber bei unseren 68 Punkten in der Offensive ist noch Potenzial nach oben vorhanden.“ 

 

Farsin Hamzei (Headcoach Weimar): „Wir hatten durchaus eine kleine Chance, das Spiel zu gewinnen. Da ist man natürlich etwas enttäuscht. Das liegt aber auch daran, dass wir noch sehr jung und in bestimmten Situationen zu unerfahren sind. Für uns steht der Entwicklungsprozess im Vordergrund. Wir wollen Spieler entwickeln und müssen sie in solchen Situationen so trainieren, dass sie auch bei knappen Spielständen gute Entscheidungen treffen können. Das gilt es jetzt aufzuarbeiten, damit wir das nächste enge Spiel für uns entscheiden können. Wir müssen die Spieler dahin bringen, dass sie auswärts bestehen und enge Spiele gewinnen können. Nächste Woche geht es nach München. Auch in dieser Halle zu spielen, ist für die Jungs etwas Besonderes. Wir freuen uns darauf. Jetzt gilt es, in diesem Entwicklungsprozess zu bestehen und dort nicht die gleiche Leistung wie in Reutlingen abzurufen, sondern wirklich konkurrenzfähig zu sein.“

 

Die von Farsin Hamzei angesprochene Unerfahrenheit seines Kaders war letztendlich der fundamentale Faktor, der den zweiten Heimerfolg der Thüringer verhinderte. Insbesondere nach einer deutlichen Klatsche in Reutlingen (64:93) am vorherigen Wochenende wäre ein nicht zwingend eingeplanter Sieg als Underdog nicht nur für die Köpfe, sondern eben auch für das Punktekonto in der Tabelle Balsam gewesen.

 

Bereits zu Beginn der Partie hatte Culture City den Riesen vom Rhein ein Duell auf Augenhöhe geliefert und blieb nach einem erfolgreichen 10:2-Start (3., Johann Grau) über die erste Pause (12:16) bis zum 30:35-Halbzeitstand stabil. Kontinuierlich enger entwickelte sich der Schlagabtausch nach dem Start der zweiten Hälfte. Mit der nötigen Resilienz ausgestattet, verkürzten die Thüringer im Verlauf des dritten Abschnitts, um die letzten zehn Minuten mit einem hauchdünnen 46:47-Rückstand zu eröffnen. In dieser Phase hatte sich das Spiel zu einem Ritt auf der Rasierklinge entwickelt, in dessen Verlauf sich keine verlässliche Prognose mehr treffen ließ. Sechs Führungswechsel sowie vier ausgeglichene Zwischenstände prägten einen Schlussabschnitt, in dem die Rheinländer von ihrem Erfahrungsvorsprung profitierten. Insbesondere Routinier Branden Maughmer avancierte in der Crunchtime mit fünf Punkten zum wichtigen Erfolgsgaranten der GIANTS, bevor Jug Bogdan 40 Sekunden vor Ultimo den letzten Korb der Partie erzielte. Obwohl Fabian Baumgarten, Martynas Sabaliauskas und Mikai Klintman im Anschluss versucht hatten, aus der Distanz für den letzten Führungswechsel zu sorgen, blieb der Leverkusener Korb wie vernagelt. 

 

Punkteverteilung: Sabaliauskas 16, Meyer 16, Grau 10, Biel 9, Klintman 9, Bader 3, Baumgarten 2, Duhajsky 1, Wick, Rothämel, Ernst, Morgenstern  

 

Spielfilm: 1. Viertel 12:16 – 2. Viertel 30:35 – 3. Viertel 46:47- 4. Viertel 66:68

 

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