Letzte Ausfahrt Vechta – Medipolis SC Jena am Samstagnachmittag im RASTA Dome gefordert
Mit einem Auswärtsspiel bei der Erstliga-Reserve von RASTA Vechta am morgigen Samstagnachmittag neigt sich für Medipolis SC Jena das Basketball-Jahr 2023 langsam, aber kontinuierlich seinem Ende entgegen. Das Team von Headcoach Björn Harmsen gastiert am 16. Dezember ab 17.00 Uhr in Niedersachsen, um der anspruchsvollen Herausforderung als unumstrittener Favorit gerecht zu werden. Das mag im ersten Moment sicher etwas sonderbar klingen, hat nach zahlreichen Ausrutschern ambitionierter Clubs im bisherigen Saisonverlauf allerdings mehr Substanz als ein Automatenkaffee an bundesdeutschen Bahnhöfen.
Die Partie aus dem RASTA Dome wird wie gewohnt von Sportdeutschland TV übertragen.Der Gastgeber aus Niedersachsen geht hier am Samstag ab 16.45 Uhr live auf Sendung.
„Wir treffen auf einen talentierten, jungen und athletischen Kader, der versuchen wird schnell und aggressiv zu spielen. Insbesondere im RASTA Dome ist Vechta nicht zu unterschätzen. Für uns wird es darauf ankommen, nach dem Sieg gegen Koblenz mit einem hohen Maß an Intensität und Energie ins Spiel zu starten, die weiter Fahrt früh aus den Beinen zu bekommen und unseren Erfahrungsvorteil gegen ein überwiegend junges Team zu nutzen“, sagt Björn Harmsen vor der 420 Kilometer langen Anreise.
Die Thüringer werden vor den beiden weihnachtlichen Arena-Heimspielen gegen Düsseldorf (23.12.) und Dresden (27.12.) letztmals in diesem Jahr auf Reisen gehen und haben einen Großteil der Mammut-Touren in den Norden oder Südwesten bereits hinter sich. Abgesehen von kleineren Blessuren während der Trainingswoche wird sich bis zum morgigen Duell am Jenaer Spieltageskader nicht viel verändert haben.
Zum Start in den 12. Spieltag rangiert Vechta II derzeit vor der punktgleichen Konkurrenz aus Bremerhaven, Paderborn und Bochum auf dem 14. Tabellenplatz der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Unabhängig vom Grad deutschlandweiter Fachkompetenz, der Vechtas Farmteam vor der Saison das Siegel „Abstiegskandidat Nummer 1“ verpasste, beschloss das Team um Liga-Veteran Kevin Smit, sich dieser Rolle nicht kampflos zu beugen. Nach Erfolgen gegen direkte Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt bei den Artland Dragons (84:81) gegen Bochum (98:86) und Paderborn (101:75) hat der Erstliga-Anschlusskader von Coach Hendrik Gruhn seine Wettbewerbsfähigkeit längst unter Beweis gestellt und bereits drei Siege gegen Kellerkinder eingefahren, die im weiteren Saisonverlauf noch Gold wert sein können.
Ganz nach dem sportlichen Underdog-Credo „alles kann, nichts muss“ werden die Niedersachsen auch am morgigen Nachmittag frei von jeglichem Druck in die Begegnung starten und versuchen, die favorisierten Gäste aus Thüringen zu überraschen. Ob der bis dato mannschaftsinterne Topscorer Johann Grünloh (15.5 PpG) mit Vechtas BBL-Kader nach Göttingen (Sa., 20.00 Uhr) aufbricht oder im ProA-Team gegen Medipolis SC Jena aufläuft, dürfte an der Zielstellung nicht wirklich viel ändern.


