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Im Saale-Derby untergegangen – Science City kassiert 84:108-Heimniederlage gegen Weißenfels

Mit einer ernüchternden 84:108-Heimniederlage gegen den SYNTAINICS MBC endete der 25. Spieltag der easyCredit BBL aus Sicht von Science City Jena. Die Thüringer unterlagen den Wölfen aus Weißenfels am Samstagabend vor 3.061 Zuschauern letztendlich verdient und verpassten es, ihren klaren 97:75-Sieg vom Mittwoch gegen Oldenburg mit einem weiteren Erfolg zu vergolden.

 

In einer bereits während der ersten Hälfte zu Gunsten der Sachsen-Anhalter kippenden Partie waren und blieben es die Gäste, die aus der Distanz einen absurd starken Abend erwischten und den Erstliga-Aufsteiger mit ihren Würfen jenseits der 6.75m-Marke zunächst entnervten, später erlegten. Nach nach einem Dreier von Nemanja Djurisic zum zwischenzeitlichen 60:82 (26.) und einer zu diesem Zeitpunkt traumwandlerisch sicheren Quote von 67 Prozent (14/21) blieben die Gäste bis zur Schlusssirene auf Kurs und nahmen zwei wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenerhalt mit auf die Heimreise.

 


Milenko Bogicevic (Headcoach SYNTAINICS MBC): „Gratulation an meine Spieler und die Fans, die uns heute sehr gut stark unterstützt und für eine großartige Atmosphäre gesorgt haben. Es war aufgrund der Tabellensituation und des Derby-Charakters ein enorm wichtiges Spiel für beide Teams. Unser Fans haben uns viel Kraft und Energie gegeben. Ich bin sehr dankbar für diesen Support. Unsere Spieler haben über 40 Minuten genau das umgesetzt, was wir uns gegen einen starken und gut gecoachten Kontrahenten vor dem Duell vorgenommen hatten. Wir haben uns diesen Sieg heute wirklich verdient. Dazu gehörten der richtige Fokus und die entsprechende Energie, um so eine Begegnung zu gewinnen. Wir sind mit der richtigen Einstellung aufgelaufen und ich habe keine Zweifel, dass unsere Mannschaft diese Gewinner-Mentalität auch in den nächsten Wochen zeigen wird.“

 

Björn Harmsen (Headcoach Science City Jena): „Ich bin sehr beeindruckt, wie sich Weißenfels heute bei uns präsentiert hat. Sie haben frisch gewirkt, mit hoher Intensität und Physis gespielt. Wir selbst haben müde gewirkt, haben nicht die Geschwindigkeit und Intensität auf das Parkett bekommen, die nötig gewesen wäre, um dieses Spiel zu gewinnen. Wir haben zuletzt viele Spiele hinter uns gebracht, drei Duelle mit langen Fahrten auswärts absolviert. Nach dem sehr guten Heimspiel am Mittwoch gegen Oldenburg macht sich das doch irgendwann bemerkbar. Wenn dann eine Mannschaft kommt, die so spielt, mit so einer Energie wie der MBC heute, hatten wir quasi keine Chance. Wenn du immer einen Schritt zu spät bist, der Gegner auf der anderen Seite unglaublich trifft, versuchst du weiterhin viel, bist am Ende aber dennoch chancenlos. Hut ab. Der Gegner hat heute ein enorm gutes Spiel abgeliefert und war deutlich besser als wir. Das muss man fairerweise anerkennen.“

 


Während sich im Auftaktviertel eine ausgeglichene Partie entwickelt hatte und sich beide Teams bis zum 18:19 (7., Alex Herrera FTs) auf Augenhöhe begegneten, enteilten die bereits zu diesem Zeitpunkt aus der Distanz treffsicheren Gäste bis zur Pause auf 20:32. In dieser frühen Phase hatten bereits fünf Dreierversuche (MBC: 5/8 - 63 Prozent, SCJ: 2/7 - 29 Prozent) des MBC ihr Ziel gefunden und Science City zweistellig abgehängt. Obwohl sich die Thüringer mit der Wucht und Zielstrebigkeit von Will McNair sowie Joe Wieskamp wehrten und nach einem Dreier von Uchenna Iroegbu auf 34:40 (14.) verkürzt hatten, konterten die Sachsen-Anhalter eiskalt, ebenfalls jenseits des Perimeters, um ihren Vorsprung konstant zu verwalten. Man gewann frühzeitig den Eindruck, dass es an diesem Samstag völlig egal war, welcher MBC-Akteur den Ball in Richtung Jenaer Korb warf, dieser nicht vorbei werfen konnte. Mit einer weiterhin überdurchschnittlichen Quote von 65 Prozent jenseits der 6.75m-Umrandung (11/17) hatten die Wölfe den Hausherren nicht nur eine Denksportaufgabe in die Kabine mitgegeben, sondern lagen während der großen Pause auch weiterhin mit 51:61 relativ komfortabel in Front. 

 

Nachdem zu diesem Zeitpunkt auf Jenaer Seite die Hoffnung auf eine Normalisierung dieses Trefferbilds bestand, zerstörte das Team von Milenko Bogicevic diese Erwartungen umgehend. Passenderweise übernahm Khyri Thomas als späterer Topscorer (24 Punkte) die Aufgabe des Spielverderbers. Während der 29-jährige US-Import drei Sekunden vor der Halbzeitsirene – aus der Distanz zum 51:61 – getroffen hatte, eröffnete genau dieser Thomas – aus der Distanz zum 51:64 – die zweite Hälfte. Die Gastgeber verlegten in dieser Phase ihre Möglichkeiten und bevor Keith Braxton in der 22. Minute Jenas ersten Korberfolg erzielen konnte, hatte sich der SYNTAINCS MBC bereits auf 51:68 abgesetzt. Science City blieb weiterhin bemüht, den Rückstand nicht noch höher anwachsen zu lassen, fand gegen die enorm konstant und hochprozentig treffenden Gäste jedoch kein wirkliches Rezept. Nach dem nächsten Weißenfels Dreier ihres Big Man Nemanja Djurisic zum zwischenzeitlichen 60:82 (26., MBC: 14/21 Dreier - 67 Prozent, SCJ: 6/13 - 46 Prozent) erstmalig in dieser Partie auf über 20 Punkte Differenz enteilt, nahm das Schicksal seinen Lauf. Zwar war die Gäste-Quote beim Stand von 66:89 in der letzten Viertelpause auf 58 Prozent gesunken, allerdings noch immer stabil genug, um die Thüringer sprichwörtlich auf Distanz zu halten. Daran änderte sich auch im Schlussabschnitt nichts mehr, in dem Charles Collison - logischerweise per Dreier - beim 75:102 (37.) den Score über die Hundert schob.

 


Punkteverteilung: Wieskamp 16, Pagenkopf 14, Iroegbu 12, Braxton 10, McNair 8, Franklin 8, Krause 6, Bank 5, Herrera 4, Christen 1, Carter – Lang (DNP)

 

Spielfilm: 1. Viertel 20:32 – 2. Viertel 51:61 – 3. Viertel 66:89 – 4 Viertel 84:108

 

Kompletter Boxscore

 

Die Dyn-Highlights des Spiels

 

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