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Heimspielauftakt geglückt - Science City Jena schlägt die Eisbären Bremerhaven mit 81:75 und feiert perfekten Saisonstart

Erstes Heimspiel, feuchte Hände. Zumindest daran hat sich im Vergleich zur letzten Saison nicht sonderlich viel verändert. In einem bis von Beginn an bis zum Schluss umkämpften Arbeitssieg rang Science City Jena am Sonntagabend den Angstgegner aus Bremerhaven nieder und startet mit zwei Siegen perfekt in das neue Spieljahr der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

 

Obwohl die Thüringer mit Lorenz Bank und Stephan Haukohl auf zwei etatmäßige deutsche Stützen verzichten mussten, Zach Cooks mit einer Handverletzung gehandicapt in die Partie startete, drehte das Team von Trainer Björn Harmsen die Begegnung im Schlussviertel charakterstark zu seinen Gunsten und feierten vor 2.054 Zuschauern einen letztendlich verdienten Heimsieg. Wie schon beim Auswärtssieg in Hagen von Routinier Robin Christen mit 19 Punkten angeführt, präsentierten sich die Thüringer als gleichermaßen ausgeglichen besetztes, wie homogenes Team und distanzierten das in dieser Form durchaus zu den Playoff-Anwärtern zählende Esterkamp-Team im Schlussviertel.

 


Rasheed Moore (Spieler Science City Jena): „In diesem Spiel war es wichtig, dass wir bei uns geblieben sind und am Ende einen Weg gefunden haben, um als Gewinner vom Parkett zu gehen. Wir wussten bereits im Vorfeld, dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde, nicht zuletzt aufgrund der Ausfälle von Stephan und Lorenz. So ging es letztendlich nur über Zusammenhalt und Kampf. Wir haben diese Herausforderung angenommen und das Spiel gewonnen. Obwohl wir nicht gut getroffen haben, konnten wir die Rebounds kontrollieren und viele Ballverluste erzwingen. Das war gegen Bremerhaven der Schlüssel zum heutigen Sieg.“

 

Robin Christen (Spieler Science City Jena): „Es war wieder ein hartes Stück Arbeit. Bremerhaven hat uns herausgefordert, sehr gut gespielt und uns in den 40 Minuten alles abverlangt. Sie haben sehr hochprozentig ihre schweren Würfe getroffen. Wir haben dagegengehalten und das Spiel mit einer Energieleistung im vierten Viertel gedreht. Jeder einzelne Spieler, der aufs Parkett kam, hat einen extra Push gegeben, egal ob in der Defense, beim Offensiv-Rebound oder mit wichtigen Punkten. Letztendlich war es ein Sieg des gesamten Teams, mit viel Willen und Charakter. Es hat viel Spaß gemacht, vor unseren Fans zu spielen. Sie haben uns am Ende den nötigen Impuls gegeben. So kann es gern weitergehen.“

 

Zach Cooks (Spieler Science City Jena): „Das war ein gutes zweites Spiel und der nächste gute Sieg für uns. Die Fans waren laut und haben uns in den schwierigen Phasen geholfen, um im Spiel zu bleiben. Wir sind nicht gut gestartet, haben es allerdings trotz schlechter Quoten geschafft, dranzubleiben. Letztendlich haben uns die Stopps in der Verteidigung, die Rebounds und wichtige Würfe im letzten Viertel geholfen, dieses Duell zu drehen und zu gewinnen. Jetzt bereiten wir uns auf das Auswärtsspiel am Samstag in Düsseldorf vor, wo wir den dritten Sieg holen wollen.“

 


Nachdem sich beide Teams bereits im Startviertel ein Duell auf Augenhöhe geliefert hatten, sechs Führungswechsel sowie acht ausgeglichene Zwischenstände den Score bis zum 18:18 vor sich hertrieben, nutzte Bremerhaven die letzten 30 Sekunden, um sich nach einem Dreier von Elijah Miller parallel zur Sirene auf 18:24 abzusetzen. Mit diesem Rückstand in den zweiten Abschnitt startend, avancierte Rasheed Moore zum Jenaer Akteur dieser Minuten. Sechs Punkte hatte der Flügelspieler zu einem 9:0-Lauf der Gastgeber beigesteuert, um das Duell auf 27:24 (12.) zu kippen. Doch die wurfstarken Nordseestädter ließen sich nicht abschütteln, blieben weiterhin gefährlich und konterten einen sehenswerten Dunk von Moore zum 32:29 (14.) bis zur Halbzeit wieder auf 42:46. Stabile 16 Führungswechsel hatten der Partie bis zu diesem Zeitpunkt einen ganz eigenen Drive gegeben.

 

Analog des Verlaufs im vorherigen Abschnitt entwickelte sich die Partie auch zu Beginn der zweiten Hälfte zu einem hart umkämpften, ausgeglichenen und vollkommen offenen Kopf-an-Kopf-Rennen. Jenas Kapitän Chris Carter hatte in der 23. Minute den 48:48-Ausgleich erzielt, bevor die Zwischenstände bis zum 59:59 (27., Robin Lodders FTs) kontinuierlich hin- und herpendelten. Einmal mehr griff sich das Esterkamp-Team in der letzten Minute des dritten Viertels das Momentum und verabschiedete sich mit einem 60:66-Vorsprung in die letzte Pause. Doch wie schon beim Auswärtssieg in Hagen eine Woche zuvor, behielt Science City Jena trotz des Rückstandes die Köpfe oben, konterte zunächst durch fünf unbeantwortete Punkte von Zach Cooks auf 65:66, bevor die Partie nach einem weiteren Dreier des Jenaer Imports zum 69:69 (33.) den erhofften Lauf nahm. Kristofer Krause war es mit seinem Korb zum 71:69 (34.) vorbehalten, für den finalen, den mittlerweile 25. Führungswechsel dieses Spiels zu sorgen, welcher von den Gäste bis zur Sirene nicht mehr gekontert wurde. Während sich die Thüringer nach zwei Freiwürfen von Raymar Morgan in der 36. Minute auf 77:69 abgesetzt hatten, sorgte Robin Christen mit seinem Distanzwurf zum 80:73 für die endgültige Entscheidung.

 


Scoring: Christen 19, Cooks 16, Moore 14, Krause 11, Carter 7, Herrera 6 (11 Reb.), Morgan 4, Lodders 4, Falkenthal Lang (DNP)

 

Spielfilm: 1. Viertel 18:24 – 2. Viertel 42:46 – 3. Viertel 60:66 – 4. Viertel 81:75

 

Big3 Bremerhaven: Miller 18, Warner 12, Norl 11

 

Kompletter Boxscore

 

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