Heimspiel in Jena: Science City zu Gast bei der MEWA
Während das erste sportliche Heimspiel von Science City Jena gegen Karlsruhe noch gut drei Wochen auf sich warten lässt, ergab sich zuletzt die Gelegenheit, um der aktuell 12. Ausgaben umfassenden Interview-Reihe „Heimspiel in Jena – Science City zu Gast bei Freunden“ einen weiteren Teil hinzuzufügen. In der 13. Auflage unserer redaktionellen Serie waren wir bei einem bereits über viele Jahre geschätzten Partner zu Gast, der sich neben der Unterstützung des Bundesliga-Kaders ebenso stark für die kleinsten Riesen engagiert – der MEWA Jena. Unter anderem als Namensgeber des MEWA School Talents Cup - der Basketballmeisterschaft aller teilnehmenden Jenaer Grundschulen – maßgeblich die Jugendarbeit fördernd, gehört die Kooperation im Nachwuchs- und Breitensportbereich seit über sechs Jahren zum festen Bestandteil der Kooperation mit Science City. Nur einen Steinwurf von der Sparkassen-Arena entfernt, statteten wir MEWA-Geschäftsführer Andreas Gerlach im Damaschkeweg einen Besuch ab, um uns mit ihm über die Auswirkungen und Folgen der Herausforderungen während der zurückliegenden Wochen und Monate zu unterhalten und natürlich auch um über Jenas Basketball zu fachsimpeln. Thomas: Die MEWA gehört seit Jahren zu den geschätzten Partner von Science City Jena. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und wann wurde die Partnerschaft begründet? Andreas Gerlach: Wir bei MEWA lieben es, Herausforderungen im Team zu begegnen, um Chancen gemeinsam zu nutzen. Als wir über Kunden und Geschäftspartner aus Thüringen vor vielen Jahren erste Kontakte zu Science City Jena knüpfen konnten, haben wir diese Gelegenheit gerne genutzt. Seit mehr als einem Jahrzehnt sind wir bereits als Basketball-Sponsor aktiv. Seit 2007, um genau zu sein.
Thomas: Besonders die Unterstützung im Nachwuchsbereich besitzt für die MEWA einen enorm hohen Stellenwert. Handelt es sich hierbei um Weitblick, ist es eine Herzensangelegenheit oder ein Mix aus beiden Faktoren?
Andreas Gerlach: Auf jeden Fall beides! Kinder und Jugendliche zu fördern, ist MEWA als Familienunternehmen eine Herzensangelegenheit. Gleichzeitig lohnt sich es sich natürlich auch für uns Unternehmen und Arbeitgeber, in unsere Bekanntheit in Jena zu investieren. Schließlich sind die Kinder von heute potenzielle Mitarbeiter und Kunden von morgen.
Thomas: Welchen sportlich spektakulären oder schönen Momente verbinden Sie spontan mit Science City Jena?
Andreas Gerlach: Den ersten Aufstieg in die erste Bundesliga in der Saison 2006/2007 und natürlich den Wiederaufstieg im Jahr 2016. Thomas: Der Standort am Damaschkeweg befindet sich nur einen Steinwurf von der Sparkassen-Arena entfernt. Das Areal wurde zuletzt ausgebaut und auch optisch aufgewertet. Wie stolz ist man auf die gelungene Erweiterung und welches Feedback gab es aus der Nachbarschaft? Andreas Gerlach: Wir sind sehr stolz darauf, wie sich unser Standort mit dem neu errichteten Schallschutzelement in Richtung Wohngebiet und dem neuen Mitarbeiterparkhaus entwickelt hat. Wir haben die Anwohnerinnen und Anwohner am Damaschkeweg hier frühzeitig informiert und in die Gestaltung mit einbezogen und dafür ein wirklich positives Feedback erhalten. Nicht zuletzt freuen wir uns sehr darüber, auch ganz offiziell von der Stadt Jena ausgezeichnet worden zu sein: Wir sind hierfür im vergangenen Jahr mit einem Sonderpreis beim „Fassadenpreis Jena“ ausgezeichnet worden.
Thomas: Die Corona-Krise wird sich ganz sicher auch für Sie bemerkbar gemacht haben. Speziell die Arbeit für knapp 11.000 Kunden in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Oberfranken lässt sich ja ganz sicher nicht im Homeoffice erledigen. Welche Maßnahmen waren notwendig, um den Betrieb aufrecht zu erhalten? Andreas Gerlach: Bei uns als Textildienstleister, der unter anderem auch Kleidung für Lebensmittelindustrie und Handel vermietet, gehört ein umfassendes Hygienekonzept im Betrieb ohnehin zum Standard. Deshalb hatten wir im März dieses Jahres bereits eine sehr gute Basis, um schnell auf die Pandemie-Situation reagieren zu können und zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen zu ergreifen, z.B. Abstandsregeln im Betrieb, in der Kantine und in unserem Fuhrpark. Und für einen Großteil der Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten können – z.B. in der Verwaltung - wurde hierfür die technische Infrastruktur schnell ausgebaut, was wirklich gut und zeitnah funktioniert hat.
Thomas: Welche Auswirkungen hatte der Lockdown für das Unternehmen? Andreas Gerlach: Nun, als Textil-Dienstleister arbeiten wir systemrelevant: Wir statten Unternehmen aus den Bereichen Lebensmittelherstellung und -handel, Gesundheit, Energiewirtschaft oder auch Stadtwerke mit Berufskleidung und Mehrwegputztüchern aus. Haben diese Mitarbeiter keine funktionale Arbeits- oder Schutzkleidung, können sie ihren Job nicht antreten – und dass diese immer hygienisch einwandfrei sein muss, ist in diese Zeiten wichtiger denn je. Und auch für die Instandhaltung von Maschinen und Fahrzeugen systemrelevanter Unternehmen ist die Versorgung mit hygienisch sauberen Putztüchern ein fester Baustein in der Aufrechterhaltung des Systems. Insofern gab es für uns praktisch keinen Lockdown: Ein großer Teil unserer Kunden musste durchgehend störungsfrei versorgt werden und hatte sogar eher erhöhten Bedarf an hygienisch einwandfreien Textilien. Dabei haben wir u. a. sehr eng mit dem Krisenstab der Stadt Jena zusammengearbeitet, der uns dabei unterstützt hat, unseren Betrieb auch während des Lockdowns aufrecht zu erhalten. Um unsere Kunden termintreu wie bisher betreuen zu können, sind wir z. T. neue Wege gegangen. Quasi von heute auf morgen mussten wir Strukturen entwickeln, die eine Abholung und Anlieferung der Textilien beim Kunden ermöglichen, die den AHA-Regeln entsprechen. Auch war bei uns der Lockdown - wie in vielen anderen Unternehmen - ein Schub für die Digitalisierung. Wir haben in den vergangenen Monaten weitere digitale Serviceangebote entwickelt, z. B. eine App für Kunden, um uns Änderungswünsche mitzuteilen. Intern haben wir d die Möglichkeiten der mobilen Zusammenarbeit vorangetrieben. Wer nicht zwingend vor Ort im Betrieb sein muss, arbeitet zeitweise oder dauerhaft mobil von zu Hause aus mit seinem Team zusammen. Das klappt sehr gut.
Thomas: Wie ist die Rückkehr auf dem Weg in die Normalität angelaufen? Andreas Gerlach: Wie gerade beschrieben, sind wir auf einem sehr guten Weg: Wir profitieren von unserem Hygienekonzept und den Möglichkeiten der Digitalisierung.
Thomas: Science City Jena ist für uns... ?
Andreas Gerlach: Ein geschätzter Partner, der gut zu MEWA und unseren Unternehmenswerten passt und mit dem wir auch künftig gerne weiter zusammenarbeiten.


