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Erfolgreiches Doppelspiel-Wochenende: Science City Jena verteidigt mit Heimsieg über Kirchheim die Tabellenführung

Nach dem 81:74-Auswärtssieg zu Beginn des Doppelspiel-Wochenendes am Freitag in Gießen vergoldete Science City Jena den wertvollen Punktgewinn in Hessen mit einem weiteren Erfolg gegen Kirchheim am Sonntagabend. Das Harmsen-Team bezwang die Bozic Knights aus Baden-Württemberg in einem hochklassigen Zweitliga-Duell vor 2.251 Zuschauern mit 87:77 und festigte seine ProA-Tabellenführung.

 

In einer bis zur Schlussphase offenen Partie setzten sich die Thüringer letztendlich verdient durch, feierten ihren dritten Sieg in Folge und können optimistisch auf die nächste Herausforderung am 16. November bei den PS Karlsruhe Lions blicken. Nach dem Duell in der Europahalle wartet zunächst die erste von zwei Länderspielpausen, die der Mannschaft Gelegenheit bietet, ihre Akkus vor der nächsten Saison-Etappe aufzuladen. In den Pflichtspielmodus zurückkehren wird das Team am 01. Dezember im nächsten Heimspiel gegen den Erstliga-Absteiger der HAKRO Merlins Crailsheim. (Tickets hier)

 

Von Zach Cooks (20 Punkten), Robin Christen (17) und Kristofer Krause (13) statistisch angeführt, bezwang Science City Jena die Schwaben durch eine geschlossenen Mannschaftsleistung und untermauerte den Ruf eines gleichermaßen qualitativ starken wie auch tiefen Kaders.

 


Alex Herrera (Center Science City Jena): „Es war ein guter und wichtiger Sieg des gesamten Teams. Kirchheim ist ein starker Gegner, der in der Tabelle ebenfalls oben steht. Wir waren gut vorbereitet, konnten unseren Gameplan umsetzen und haben die Stopps geholt, als es darauf ankam. Es waren zwei enorm physische Duelle, sowohl am Freitag in Gießen als auch heute gegen die Knights. Aber wir haben dagegengehalten, Charakter gezeigt und als Mannschaft die passenden Lösungen gefunden, um in diesen wirklich schweren Spielen als Sieger vom Parkett zu gehen. Für viele Kontrahenten ist es nicht einfach unser Spiel zu matchen, vor allem über die vollen 40 Minuten.“

 

Zach Cooks (Topscorer Science City Jena): „Das war ein wichtiger und für unsere Fans schöner Heimsieg gegen einen starken Gegner. Wir konnten unser Spiel größtenteils so umsetzen, wie wir es uns vorgenommen hatten. Das waren jetzt, inklusive Freitagabend, zwei echt harte Begegnungen. Aber wir haben die Herausforderung als Mannschaft gut angenommen, beide Duelle über unsere Qualität und Tiefe verdient gewonnen und wollen am nächsten Wochenende in Karlsruhe nachlegen. Wenn das geschafft ist, können wir mit einem guten Gefühl in die Pause gehen.“

 


Nachdem Science City Jena hochmotiviert in das Duell startete und nach einem Korbleger von Kristofer Krause früh mit 9:1 (2.) in Front lag, fanden die Gäste zwar besser ins Spiel, das Tempo wurde jedoch auch weiterhin von den Thüringern diktiert. Obwohl der Vorsprung des Harmsen-Teams zwischendurch wieder an der Marke zur zweistelligen Führung kratzte, blieb Kirchheim statistisch in Sichtweite. Nicht zuletzt aufgrund eines verwandelten Buzzerbeaters von Knights-Flügel Miryne Thomas zum 26:20 hatten die Gäste Anschluss gehalten. Ein völlig gegensätzliches Bild entwickelte sich in der anschließenden Phase bis zur Halbzeitpause. Obwohl die Thüringer ihren Vorsprung zunächst noch behaupten konnten und nach einem Dreier von Robin Christen auf 36:29 (14.) vorgelegt hatten, kippten die Baden-Württemberger das Duell in den folgenden Minuten. Im Verlauf eines durch zahlreiche Freiwürfe geprägten 10:0-Laufs war es den Knights mit einer Foulverteilung von 15:8 gelungen, beim Stand von 36:39 (16., Thomas 3er) erstmalig in Front zu gehen. Doch Science City konterte in dieser Phase durch Kristofer Krause Raphael Falkenthal und Robin Christen, um sich beim wieder ausgeglichenen Stand von 45:45 in die Halbzeitkabine zu verabschieden.


Hatte sich die Schlussphase der ersten Hälfte angefühlt, wie barfuß über Legosteine zu laufen, so schwebten die Hausherren zu Beginn des dritten Viertels über das Parkett. Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, als Alex Herrera den Ball per Dunk zum 48:45 durch die Ritter-Reuse prügelte, bevor das Highlight des Spiels, ein von Chris Carter auf Alex Herrera assistierter Alley Oop, zum 50:45 einschlug. Bis zur 24. Minute war Science City mit einem 11:0-Run auf 56:45 enteilt, bevor das Team von Gäste-Coach Igor Perovic mit ebenso offensivstarken Aktionen antwortete und erneut auf 62:61 (28. Thomas) verkürzen konnte. Das letzte Wort dieses Viertels war Lorenz Bank vorbehalten, der sein Team mit einem 64:61-Vorsprung in die letzte Pause gehen ließ.


Was gemeinhin als Crunchtime bezeichnet wird, zog sich während des Schlussviertels dieser Partie fast über die gesamten zehn Minuten. Zwar hatten die Saalestädter zwischenzeitlich wieder auf 69:61 (31., Herrera Dunk) angezogen, die Begegnung war jedoch noch weit von einer Vorentscheidung entfernt. Nach zwei Freiwürfen von Kirchheims bestem Akteur, Braden Norris, zum 71:69 (34.) lagen die Knights wieder in Schlagdistanz, mussten sich ab der 37. Minute allerdings zunehmend stärker einem Jenaer Team beugen, dass zur richtigen Zeit die wichtigen Würfe traf. Speziell Zach Cooks war in dieser Phase nicht mehr zu bremsen. In Kombination mit zwei Freiwürfen von Lorenz Bank hatte der„Usain Bolt des Jenaer Teams“ acht Punkte erzielt und die Thüringer beim Stand von 81:71 (38.) vorentscheidend in Richtung Heimsieg abbiegen lassen.

 


Punkteverteilung: Cooks 20, Christen 17, Krause 13, Morgan 8, Bank 7, Herrera 7, Carter 6, Lodders 4, Moore 4, Falkenthal 1 – Lang (DNP)

 

Spielfilm: 1. Viertel 26:20 – 2. Viertel 45:45 – 3. Viertel 59:51 – 4.Viertel 87:77

 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel

 

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