Endlich wieder Playoffs – Jena vor dem Viertelfinalauftakt gegen Paderborn
Eigentlich hatte Medipolis SC Jena fast schon die Helme auf, um sich nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung des Duells zwischen Rostock und Karlsruhe auf die Gladiatoren aus Trier vorzubereiten. Doch Basketball ist, letztendlich wie das alltägliche Leben, unberechenbar. Die Ostseestädter verloren trotz eines 20-Punktevorsprungs in der Schlussphase gegen die Badener mit 73:80 und so switchte Jenas Viertelfinalgegner innerhalb weniger Minuten von Trier auf Paderborn. Innerhalb einer separaten 4er-Gruppe mit Paderborn, Leverkusen, Trier und Karlsruhe (alle 38 Punkte) sortierte sich die Hauptrundentabelle der BARMER 2. Basketball Bundesliga noch einmal neu und beschert den Thüringern ein mindestens dreimaliges Wiedersehen mit der Mannschaft von Headcoach Steven Esterkamp.
Wie gewohnt haben alle Basketball-Fans, die nicht vor Ort sein können die Möglichkeit, auch in den Playoffs live auf Sportdeutschland TV mitzufiebern. Der Sender aus Unterföhring meldet sich vor dem 1. Viertelfinale am 22. April inkl. einer ausführlichen Vorberichterstattung ab 19.00 Uhr aus der Sparkasse-Arena.
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„Paderborn ist ein sehr ausgeglichen besetztes Team. Neben ihren dominanten Akteuren verfügen sie auch über genügend Rollenspieler, die ihre Aufgaben genau kennen. Wichtig ist, dass wir uns nicht nur auf ihre Schlüsselspieler wie Barnes, Greene oder Trapp konzentrieren, sondern auf jeden Einzelnen. Sie bewegen den Ball gut, spielen die meisten Assists pro Begegnung. Nur den oder den Spieler versuchen herauszunehmen, wird nicht funktionieren. Wir werden sie als Team verteidigen müssen,“sagt Domenik Reinboth vor dem Playoffstart. Als Blaupause diente in der Vorbereitung auf das erste Viertelfinal-Duell u.a. die Auswertung der Rückrunden-Niederlage im März auf dem Parkett der Maspernhalle. „In dieser Partie hat Paderborn sehr gut gespielt und dennoch haben wir uns so ein wenig selbst um den Sieg gebracht. Dieses Spiel haben wir analysiert und konnten anschließend mit dem Sieg gegen Leverkusen eine gute Antwort geben. Ich kenne Steven, der sein Team sicher sehr gut auf uns vorbereitet hat. Insofern werden wir uns auf die ein oder andere Überraschung einstellen müssen,“ so Jenas Coach abschließend.
Mit dem Duell am Freitagabend startet nach sechs Jahren des Wartens erstmalig wieder eine Playoff-Serie auf dem Parkett der Sparkassen-Arena. Während die BBL-Aufstiegssaison 2016 mit den Begegnungen gegen die Chemnitz NINERS (Viertelfinale), die Gladiators Trier (Halbfinale) und RASTA Vechta (Finale) unvergessen bleibt, ergibt sich nun die Gelegenheit erneut Geschichte zu schreiben – erstmalig wieder gemeinsam mit den Fans. Mit dem Playoff-Motto „The Beard is Back“ in die kommenden Wochen startend, sind neben Team, Coaching Staff und Verein natürlich auch unsere Fans eingeladen, ihre Bärte als Zeichen des Supports wachsen zu lassen. Während Medipolis SC Jena gegen die Ostwestfalen mit dem Heimvorteil in Spiel 1, Spiel 3 sowie eines möglichen 5. Spiels in das Viertelfinale starten wird, scheint die Rollenverteilung vorab klar verteilt. Ungeachtet von Prognosen oder Erwartungshaltungen wird sich jedoch auch diese Serie fernab von Tabellenständen oder Etat über Intensität, Energie, Emotionen und Verteidigung entscheiden.
Schließlich verfügt der gleichermaßen individuell stark wie auch quantitativ gut besetzte Kader von Paderborns Headcoach Steven Esterkamp neben Größe und Variabilität auch über alle notwendigen Skills und Qualitäten, um vermeintlich favoristiere Clubs zu schlagen. Dies unterstrichen die Westfalen im Verlauf der zurückliegenden Hauptrunde 2021/2022 gleich mehrfach, waren letztendlich sogar das einzige Team der gesamten ProA-Konkurrenz, dass die final als Tabellenführer durchs Ziel gehenden Tigers Tübingen in beiden Begegnungen bezwingen konnte (09.10.2021 - 82:73, 12.02.2022 - 86:82).
Auch Medipolis SC Jena musste in der zurückliegenden Hauptrunde die Erfahrung einer Niederlage gegen das Team aus Ostwestfalen machen. Nachdem die Thüringer ihr Hinspiel am 23.10.2021 noch mit 92:84 gewinnen konnten, schlugen Barnes & Co. am 16.03. 2022 mit einem 99:94-Erfolg an der Pader zurück. Im direkten Vergleich beide Kontrahenten hat Medipolis SC Jena nach 19 Aufeinandertreffen mit 11:8 Siegen die Nase vorn und auch wenn die Summe der Körbe mit 1604:1539 für die Thüringer spricht, beginnt die bevorstehende Playoff-Serie sprichwörtlich bei Null.
Die Gelegenheit, um Playoff-Tickets für die ersten beiden Viertelfinal-Heimspiele zu erwerben, besteht sowohl online über etix, während der regulären Öffnungszeiten in der Geschäftsstelle in Jena-Burgau als auch am Freitag an der Abendkasse der Sparkassen-Arena.
Hier geht’s zu den Tickets für das 1. Playoff-Viertelfinale am 22. April um 19.30 Uhr
Hier geht’s zu den Tickets für das 3. Playoff-Viertelfinale am 27. April um 19.30 Uhr


