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Donnervögel im Anflug – Jenas Mittwochabend gegen Oldenburg eröffnet Englische Heimspielwoche in der Sparkassen-Arena

 

Vor richtungsweisenden Heimspiel-Wochen steht Science City Jena ab Mittwoch, den 18. März bis Anfang April 2026, wahrscheinlich allerdings bis zum Ende der regulären Saison. Das Team von Cheftrainer Björn Harmsen tauschte am Sonntag seine zuletzt für knapp 2.600 Kilometer gewohnten Sitze im Wollschläger-Bus gegen das deutlich komfortablere Feeling der Arena-Umkleide. Nach der Rückkehr aus dem zweiten FIBA-Break befanden sich die Thüringer zunächst in der easyCredit BBL auf Deutschland-Tournee nach Vechta, Hamburg und Ulm. Mit einem 84:82-Auswärtserfolg an der Alster und trotz der am Ende tragischen 90:93-Niederlage in der ratiopharm arena am Samstagabend liegt Science City im Soll. Immerhin hatte Jena als klarer Underdog den Vizemeister am Rande einer Niederlage, schrammte nur um ein fehlerfreies Dribbling und einen erfolgreichen Abschluss an der Sensation vorbei. Dennoch hat das charakterstarke Finish in Ulm viel Potenzial, um in den kommenden Heimspielen für zusätzliche Energie zu sorgen.  

 

Den Anfang unternimmt Science City Jena dabei am Mittwoch um 18.30 Uhr gegen die EWE Baskets aus Oldenburg. Hinter denen mit Playoff-Abo verwöhnten Donnervögeln liegen turbulente Monate, die, inkl. eines Jenaer 95:92-Sieges im Hinspiel an der Hunte, aufgrund einer 1:8-Bilanz zum Saisonauftakt in einem Trainerwechsel mündeten. Am 07. Dezember 2025 gaben die Niedersachsen schließlich die Trennung von Predrag Krunic bekannt, dessen Stuhl von seinem bisherigen Assistenten Lazar Spasić neu besetzt wurde. Nach der personellen Neuausrichtung kippte auch das Momentum der Huntestädter in die gewünschte Richtung und lässt das Team von „Mr. Buzzerbeater“ Chris Clemons (Topscorer 18.3 PpG) derzeit wieder von den Playoffs träumen. Nach einem in der Schlussphase (4. Viertel 28:12!) erkämpften 79:73-Auswärtssieg vor drei Tagen in Frankfurt rangieren die Baskets aktuell mit einer 11:12-Bilanz auf dem 10. Platz.  

 

Im Gegensatz zu einem Großteil der bisherigen Heimspiele, die fast konstant mit 3.125 Zuschauern ausverkauft waren, steht für den morgigen Mittwochabend ein  ausreichendes Ticket-Kontingent für kurzentschlossene Besucher zur Verfügung, dass sowohl im Vorverkauf (hier im Ticket-Onlineshop) als auch an der Arena-Abendkasse erworben werden kann.  

In Summe wird Science City während des geschichtsträchtigen History Months zum 60. Jubiläum der easyCredit BBL sechs Begegnungen absolvieren und den Terminkalender begradigen. Drei Begegnungen wurden bereits auf fremdem Parkett absolviert. Nach dem Heimspiel am Mittwochabend ist vor dem Saale-Derby gegen den SYNTAINICS MBC (21.03. um 16.00 Uhr) und dem erneuten Aufeinandertreffen gegen die Hamburg Towers (26.03. um 20.00 Uhr) mit dem die Jenaer Hinrunde chronologisch endet. 

 

„Oldenburg hat in den letzten Wochen sehr erfolgreich gespielt. Sie haben mit Clemons und Fobbs zwei unglaubliche Scorer im Backcourt, verfügen allerdings auf den anderen Positionen über viel Größe und Athletik. Uns blieb nach dem letzten Duell in Ulm nur wenig Zeit zur Vorbereitung. Wir werden versuchen, uns taktisch bestmöglich auf die Stärken der Oldenburger einzustellen, um diese während des Spiels zu limitieren. In unserem Kader sind alle Jungs fit und am Mittwochabend dabei“, so Björn Harmsen vor dem Schlagabtausch gegen die Niedersachsen am morgigen 18. März.  

 

Nach den drei zurückliegenden Begegnungen auf fremdem Parkett, bei denen Javon Franklin im Jenaer Spieltagskader den Vorzug vor Naz Bohannon auf dem Flügel erhielt, dürfte es, speziell mit Blick auf das letzte Auswärtsspiel zunächst keine Änderung geben. 

 

Auch wenn letztendlich jeder einzelne Schlagabtausch von enormer Bedeutung ist, erhalten speziell die beiden letzten Heimspiele im März enorme Brisanz durch die sportliche Topographie im Kampf um den Klassenerhalt. Ein Blick auf den aktuell enorm engen Tabellenkeller verdeutlicht die Brisanz der kommenden Begegnungen. Bei der angespannte Situation, in der sich Science City (15. Platz, 22 Spiele, 8/14 Siege, 16:28 Punkte) gegen Weißenfels (16. Platz, 24 Spiele, 8/16 Siege, 16:32 Punkte) und Hamburg (14. Platz, 21 Spiele, 8/13 Siege, 16:26 Punkte) behaupten will und sollte, zählt praktisch jeder Sieg doppelt.  

 

Im direkten Vergleich beider Clubs haben die Jenaer massiven Nachholbedarf hinsichtlich ihrer All-Time-Bilanz gegen Oldenburg. Von insgesamt zehn Begegnungen endeten acht Duelle zu Gunsten der Niedersachsen, wobei es Science City je nach Blick (kurioserweise bzw. tragischerweise) schaffte, beide Siege in Oldenburg (1 x Pokal, 1 x Liga) einzufahren.

 

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