Auswärtssieg nach Double-Overtime in Göttingen – JBBL von Science City gewinnt nach 50 Minuten mit 94:91
Mit einem für Tabelle und das Selbstvertrauen wichtigen 94:91-Auswärtssieg nach Double-Overtime kehrte die JBBL-Mannschaft von Science City Jena am letzten Sonntag aus Göttingen zurück. Nach einem intensiven und bis zum letzten Wurf der zweiten Verlängerung umkämpften Drama gewannen die Jenaer bei den Sartorius Youngsters und entschieden das Duell der Verfolger von Tabellenführer ALBA Berlin am Ende zu ihren Gunsten.
Besondere Bedeutung bekommt der knappe Jenaer Erfolg vor allem mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf. Mit diesem wichtigen Auswärtssieg festigen die Jungs von Trainer Tino Stumpf ihren für die Playoff-Setzliste wichtigen 2. Platz und haben nun vier Punkte Vorsprung (8 Spiele, 5:3 Siege) vor Göttingen (6 Spiele, 3:3 Siege). Im Gegensatz zu Jena (noch zwei Spiele bis zu den Playoffs) haben die Niedersachsen bis zum Ende der Hauptrunde zwei Spiele mehr zu absolvieren. Nachdem Jena das Hinspiel in eigener Halle mit drei Punkten (71:74) an Göttingen abgegeben hatte, ist der direkte Vergleich beider Teams ausgeglichen. Sollten beide Mannschaften ihre verbleibenden Begegnungen gewinnen, würde am Ende die Gesamt-Korbdifferenz über die Platzierung entscheiden - ein Faktor, der diesem Sieg im Nachhinein zusätzliche Brisanz verleiht.
In der Partie hatte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel entwickelt, in dem beide Teams immer wieder die Läufe ihrer Gegner konterten, bevor die Gastgeber im dritten Viertel zu enteilen drohten. Nach dem 1. Viertel lagen die Sartorius Youngsters mit 20:16 in Front, konservierten ihren Vorsprung bis zum 37:32-Halbzeitstand. Nach dem Start in die zweite Hälfte gelang es den jungen Niedersachsen, sich bis zur 30. Minute auf 63:49 abzusetzen. Doch Science City schlug im vierten Viertel kämpferisch zurück, gewann den Abschnitt mit 23:9, um das Duell in die erste Overtime zu schicken. Während auch in den ersten fünf zusätzlichen Minuten bis zum Stand von 84:84 ermittelt war, ging es in die zweite Verlängerung, in der sich letztendlich die Thüringer mit 94:91 durchsetzen konnten. Vor Aufregung und Freude über den hart erkämpften Erfolg verpasste es das Team ein Siegerfoto zu schießen. Geschossen hatten die Jenaer Youngster in den zuvor absolvierten 50 Minuten allerdings auch genug.
„Diese Spiel war am Ende eine echte Schlacht. Obwohl sich zunächst ein Deja Vu der Hinrunden-Niederlage abgezeichnet hatte, wir uns nach der Halbzeit selbst ein Loch gegraben hatten und im dritten Viertel mit 20 Punkten zurücklagen, konnten wir am Ende gute Lösung finden, um noch einmal zurückzukommen. Die Jungs sind in der Schlüsselsituationen stabil geblieben, haben toughe Würfe des Gegners verkraftet und letztendlich über den größeren Willen gewonnen. Unser Team hat über lange Zeit spielerisch nicht das abrufen können, was wir uns erhofft hatten. Dennoch war es beeindruckend zu erleben, wie unser Team nach dem dritten Viertel reagiert und sich gegen die Niederlage gestemmt hat. Individuell kann man sicher Bo Wagenknecht herausheben, der mit seiner sehr effektiven Gesamtleistung für positive Impulse sorgen konnte. Natürlich sind wir glücklich über diesen Sieg, der uns die Chance bietet, den 2. Platz nach der Hauptrunde zu erringen. Voraussetzungen dafür ist natürlich, dass wir die beiden letzten Spiele auch erfolgreich abschließen, bevor die Playoffs beginnen“, so Jenas Trainer Tino Stumpf.
Clara Pohl


